Arme Kinder - Reiche Volksvertreter

18. November 2007 um 18:46 Uhr

Zwei schauerliche Beschlüsse sind in dieser Woche von unseren reizenden Volksvertretern im Bundestag gefällt worden. Während sich unsere Abgeordneten im Bundestag schlichtweg finanziell benachteiligt fühlten und in einem nicht gekannten Tempo die Diätenerhöhung durchwinkten, wurde gleichzeitig ein Beschluss gefasst, das Kindergeld erst im Jahr 2010 anheben zu wollen.

kinderarmut.jpg

Quelle

Was heißt das im Klartext?

Seit Einführung von Hartz IV, dem sogenannten Arbeitslosengeld II, vor knapp 3 Jahren, hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf diese Zahlungen angewiesen sind mehr als verdoppelt. Waren es noch vor 2005 etwa 1 Mio. arme Kinder, können wir nun einen unrühmlichen Rekord von etwa 2,5 Mio. Kinder vermelden. Diese Zahlen kann man in dem “Kinderreport Deutschland 2007” nachschlagen.

Weiterlesen »

Nazigegendemo in Essen am 8.12.2007

um 14:44 Uhr

Am 8.12.2007 wird in Essen wieder eine Nazidemo erwartet. Die Vorbereitungen für eine Gegenveranstaltung laufen bereits. In Gelsenkirchen haben in den letzten Monaten vermehrt Nazidemos stattgefunden, bei denen immer mehr Antifaschisten den Nazis die rote Karte zeigten. Die Solidarität der Antifaschisten funktioniert bundesweit und daher möchte ich Euch bitten, bei dieser Gegenveranstaltung präsent zu sein.

Zeigt den Nazis, dass wir sie nicht wollen!

gegen_nazis.jpg

Quelle

Rundbrief:

Gemeinsam
für das friedliche und respektvolle Miteinander im Essener Westen
für Religions- und Glaubensfreiheit
gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der massive Protest gegen die NPD im April in Essen-Borbeck hat deutlich gemacht, dass die NPD auch in Essen unerwünscht ist. Trotzdem will sie schon wieder demonstrieren. Sie ruft für Samstag, 8. Dezember 2007, zu einem Aufmarsch in Frohnhausen auf. In ihrem Aufruf nimmt die Partei, über deren Verbot zur Zeit wieder diskutiert wird, den geplanten Neubau einer Moschee In der Hagenbeck zum Anlass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten.

Wir wollen dagegen gemeinsam ein deutliches Zeichen für das konstruktive und respektvolle Zusammenleben der Menschen in unserem Stadtteil setzen, für Toleranz und Demokratie. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Seit Jahrzehnten leben und arbeiten Menschen aus verschiedenen Ländern im Essener Westen zusammen. Im Gegensatz zur rechten Stimmungsmache, tragen sie zum wirtschaftlichen Leben bei, leisten ihre Beiträge zur Sozialen Sicherung und zahlen Steuern. Alle, die hier leben, haben ein Recht darauf, in würdigem Rahmen zu beten, nicht nur in Hinterhöfen und heruntergekommenen Gebäuden. Das gilt auch für Muslime. Die Freiheit, die Religion im Rahmen des Grundgesetzes auszuüben, gehört zu den Grund- und Menschenrechten.

Tatsache ist: Das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion ist nicht immer einfach. Bedenken und Fragen müssen Ernst genommen werden. Darum brauchen wir einen vertrauensvollen und konstruktiven Dialog, der Mut macht, statt Stimmungsmache, die Konflikte verstärkt.

Tatsache ist aber auch, dass dieses Miteinander immer wieder gelingt und unser Leben bereichert. Menschen mit und ohne Religionszugehörigkeit sollen die Plätze in unserer Stadt einladend gestalten können und ihren Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft leisten.

Wir demonstrieren gegen die NPD und andere Rechtsextremisten und Neonazis. Mit Hetzkampagnen und dem geplanten Aufmarsch verunsichern sie systematisch die Bevölkerung im Essener Westen, schüren Ängste, bestärken Vorurteile und verbreiten Hass. Sie versuchen, große Teile der Bevölkerung im Essener Westen auszugrenzen.

Wir wollen nicht, dass Rassismus und Rechtsextremismus das Miteinander in unserer Stadt gefährden. Deshalb fordern wir: Kein Platz, kein Raum, keine Stimme für Nazis!

Essen stellt sich quer!

Mehr Informationen findet Ihr auch bei der Antifa-NRW.

Bedingungsloses Grundeinkommen und Arbeit, Teil II

4. November 2007 um 18:06 Uhr

Vorabberichte:

Die Geschichte des Bedingungslosen Grundeinkommens
Einführung in das Bedingungslose Gundeinkommen, Teil I

arbeit-bergl.jpg
Bild

5. Der Begriff „Arbeit“ muss neu definiert werden

Wenn wir uns genauer mit dem Begriff „Arbeit“ befassen stellen wir schnell fest, dass nur die abhängig beschäftigte Arbeit damit assoziiert wird. Arbeit ist nur dann etwas wert, wenn sie bezahlt wird. Ist es wirklich so? Was ist mit der ehrenamtlichen Arbeit? Die Kindererziehung? Die Haushaltsführung? Diese Arbeit ist nicht minder wert und findet alltäglich in unserer Gesellschaft statt.

Weiterlesen »