Seid laut und demonstriert in Eiseskälte

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Nun bekommt das Festival „Seid laut gegen Krieg“, welches im Rahmen des Ostermarsches stattfindet, doch Traditionscharakter. Bereits zum dritten mal fand dieses Event in Gelsenkirchen statt.

Ich weiß, wie viel Mühe sich die Organisatoren gegeben haben und alles schien letztendlich doch zu funktionieren. Nie zuvor wurden so viele Genehmigungen (bis auf eine Ausnahme) ohne Weiteres erteilt. Dann der Gau: Zwei Bands haben kurzfristig absagen müssen.

Aber pfiffig, wie die Jungs und Mädels vom Friedensforum sind, haben sie schnell noch für musikalischen Nachschub gesorgt.

Eine weitere Horrormeldung war das angekündigte Wetter. Dauerregen und Schnee bis in die Niederungen mit fiesen Temperaturen wurden angesagt.

Nachdem selbst die WAZ ein Interview mit „Die Wut“ veröffentlicht hat, sollte das Festival ein Knaller werden.

Ich fand, das war es letztendlich auch. Viele Stände wurden aufgebaut, darunter:

VVN
Die Falken
Das Friedensforum
Die Schokofront

Die Schokofront habe ich bei der Antinazi-Demo in Essen am 8.12.07 kennen gelernt. Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass sie sich nun auch in Gelsenkirchen gegründet haben und freue mich auf weitere interessante Veranstaltungen mit ihnen!

Zum Glück haben die Veranstalter auch an Glühwein gedacht. Zwar hielt sich der Niederschlag zunächst halbwegs in Grenzen aber es war ar…..g kalt.

Zu meiner Überraschung hat das Wetter viele Besucher nicht abhalten können, trotzdem die Nase nach draußen zu stecken. So besuchten doch etwa 400 Leute dieses Festival. Fröhlich wurde für Biernachschub gesorgt, denn der Alllohoool wärmt ja auch. Happy war ich, dass unser Meikel wieder für sein legendäres Chili sine carne gesorgt hat.

Mit diesen Nahrungskomponenten konnte man doch ein paar Stunden im Park verharren.

Besonders hervorheben möchte ich auch die Band U-Turn, welche für ihren Reggae-Sound ein wenig und kurzfristig die Vorstellung der karibischen Sonne wecken konnte.

Ich gebe zu, dass ich „Die Wut“ doch nicht mehr sehen konnte, da die Knochen dann doch durchgefroren waren und ich ein wärmeres Etablissement aufsuchte.

Mein großer Respekt gilt daher den Veranstaltern, die den ganzen Tag in dieser Kälte durchgehalten haben!!!!

Es war kaum zu glauben, dass am Morgen des Ostermarsches der Himmel blau war und die Sonne schien. Dennoch war es nicht wirklich wärmer geworden. Aber allmählich an die Temperaturen gewöhnt, machte ich mich wieder auf zum Park.

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Dort wurde, wie jedes Jahr, eine Kuchentheke mit frischem heißen Kaffee aufgestellt. Auch die VVN war wieder vor Ort und ich sah, dass zum Glück einige die gestrige Kälte überlebt haben.

Es war schön, wieder einige alte Bekannte zu treffen. Mein besonderer Gruß gilt auch Sebastian Kolkau (Seko), der sich nach seiner monumentalen Juso-Vorsitzzeit mal darüber freut, auch ein paar weiße Stellen in seinem Terminkalender zu haben.

Ebenso erfreut war ich über die Teilnahme des Grünen Vostandsvorsitzenden Wolfgang Küppers, der trotz aller Kritik an die Grünen bezüglich ihrer Friedenspolitik, seine Fahne schwenkte.

Also kann man die Grünen noch nicht ganz verloren glauben.

Gegen 11 Uhr kamen dann die Gäste aus den umliegenden Städten, welche sich per Radl an dem Ostermarsch beteiligten. Auch hier fand ich wieder einige bekannte Gesichter, mit denen ich mich sofort ins Gespräch vertiefte.

Nachdem sich die Fahrradgang mit Kaffee und Kuchen gestärkt und aufgewärmt hat, liefen wir zum Denkmal, um der Kranzniederlegung beizuwohnen.
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Ellen Diederich vom Internationalen Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen e.V. hielt eine fesselnde Rede, die hier nachzulesen ist.

In Anbetracht dessen, dass Deutschland die USA in ihrem Irakkrieg unterstützt, das Bundeswehrmandat für Afghanistan erneuert wurde, das Leid in Burma noch immer nicht beendet ist und China Gewalt in Tibet ausübt, ist es wirklich sehr traurig, dass beim Ostermarsch nicht viele neue Gesichter zu sehen waren.

Wann werden die Menschen wach und begreifen, dass wir uns den Frieden tagtäglich erarbeiten müssen?

In Memoriam an Masa, der mich immer freundschaftlich als “linke Zecke” bezeichnete.

Ein Kommentar

  1. Da gab es Glühwein? Das glaub ich ja gar nicht. :-)

    Ja ja, der Masa. Unglaublich, dass der sich vorzeitig in den Orkus verdrückt hat. Darauf erstmal ein Bier und so, in Memoriam… :-/


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Der Beitrag wurde am 24. März 2008 um 19:33 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Antifaschismus, Musik, Gelsenkirchen, Politik gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.