Zeichen auf Streik im öffentlichen Dienst

Was das unterbreitete Angebot der Arbeitgeber für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst in Zahlen bedeutet, zeigt die Pressemitteilung des NRW-Landesvorstandes DIE LINKE:

DIE LINKE. NRW zum Schlichterspruch für den öffentlichen Dienst

Edith Fröse, stellvertretende Landessprecherin DIE LINKE. NRW dazu:
“Die Zahlentrickserei soll das Minus verschleiern, längere Arbeitszeit kürzt Löhne und vernichtet Arbeitsplätze. Während die Arbeitgebervertreter dem Schlichterspruch einstimmig zugestimmt haben, lehnten die Gewerkschaftsvertreter ab.”

Die Lohnerhöhungen von 4 % und 2 % sowie die Einmalzahlungen von zweimal 450 € ergeben bei einer Laufzeit von 24 Monaten bei Berücksichtigung von 3 Nullmonaten und einer Stunde Arbeitszeitverlängerung eine Lohnerhöhung von 1,6 %. Damit wäre nicht einmal die Preissteigerungsrate von aktuell 2,9 % in NRW ausgeglichen, sodass den Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter dem Strich ein Minus von 1,3 % zugemutet werden soll. Die Gehaltsgruppen 9 bis 15 erhalten zudem nur eine der zwei Sonderzahlungen, sodass sich für diesen Personenkreis das Minus auf 1,9 % steigert.

Noch schlimmer trifft es das Krankenpflegepersonal. Die Beschäftigten sollen sich eine während des Krankenhausstreiks erkämpfte Zulage von 35 € auf die Lohnerhöhung anrechnen lassen. Im Schnitt bedeutet das ein Minus von 1,6 %, sodass sie nach dem Vorschlag der Schlichter leer ausgehen und die Preissteigerungsrate von 2,9 % aus ihrem Einkommen selbst zu tragen hätten.

Düster sieht es insbesondere für die Auszubildenden aus. Sie können kaum mit einer Übernahme nach der Ausbildung rechnen, wenn sich die Arbeitgeber mit ihrer Forderung nach Arbeitszeitverlängerung durchsetzen.

“Am kommenden Samstag wird noch einmal verhandelt. Die Zeichen stehen auf Streik! DIE LINKE. NRW steht dabei an der Seite der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes”, so Edith Fröse.

Hier noch ein Link zum Streik-TV

Ein Kommentar

  1. Jetzt wohl nicht mehr ;-)


Kommentar schreiben

Der Beitrag wurde am 27. März 2008 um 18:29 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Externe Pressemitteilungen, Arbeit, Politik gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.