Erneuter Nazi-Terror - Diesmal in Duisburg

13. April 2008 um 19:36 Uhr

Pressemitteilung der Linksjugend [’solid]

Nachdem vor einigen Tagen in Aachen schon eine antifaschistische Demo von Nazis überfallen worden war, gerieten am vergangenen Wochenende nun auch Mitglieder der Linksjugend [’solid] ins Visier von Nazis. Sie erlitten dabei Platzwunden und Gehirnerschütterungen, einer der beiden Betroffenen musste sogar per Krankenwagen in eine Klinik eingeliefert werden.

Auf dem Rückweg von einer Disco trafen die beiden, als Linke zu erkennende, in der Duisburger Innenstadt auf Rechte im “Deathmetal”- Gewand. “Aufgrund ihrer Kleidung konnten wir sie nicht gleich als Nazis identifizieren und suchten zuerst das Gespräch”, so eines der beiden Mitglieder der Jugendorganisation. “Aber als wir dann einen rechten Aufnäher bemerkten,
wollten wir schnell das Weite suchen”. Mit Parolen, wie “Wir sind die Rechten”, griffen die Nazis mit äußerster Brutalität zu. “Anfangs konnten wir uns noch etwas wehren, aber dann warfen sie uns zu Boden und traten immer wieder zu”, beklagt das Opfer weiter. Erst als es einem der Überfallenen gelang, per Handy die Polizei zu rufen, ließen die Angreifer locker.

Finn Siebert, Landessprecher der Linksjugend [’solid] - nrw, verurteilt den neuerlichen Angriff auf engagierte Antifaschisten: “Diese Angriffe zeigen jedes mal aufs neue, dass Neonazis eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben darstellen. So weit ist es schon gekommen: Andersdenkende werden von Nazis auf offener Straße angegriffen. So etwas darf nicht länger vom Staat verharmlost werden. Wir müssen uns mit aller Härte den Nazis in den Weg stellen. Dabei dürfen wir uns nicht nur auf den Schutz des Staates verlassen. Nur der Kampf von engagierten Antifaschistinnen und Antifaschisten kann Erfolg haben.”

Leistungsgesellschaft statt Ursachenforschung

6. April 2008 um 18:25 Uhr

Kürzlich führte ich eine angeregte Diskussion über unsere Kinder, die nicht wollen, ungezogen sind und gesellschaftlich überhaupt nicht kompatibel sind.

Leider musste ich feststellen, dass die Bildzeitung, INSM und die Bertelsmannstiftung wieder ihre Arbeit „gut“ gemacht haben.

Hier ein paar Auszüge dieser Diskussion:

Diskussionspartner:

Die Schüler heutzutage können doch nichts mehr. Was lernen sie denn noch? Sie wollen doch nicht, guck sie dir doch mal an. Kein Benehmen, kein Willen zu lernen.

Ich:

Der Unterrichtsausfall an öffentlichen Schulen hat in der letzten Zeit enorm zugenommen. Bereits zu meiner Schulzeit (Abi ´91), sind sehr viele Fächer wegen Lehrermangels nicht oder geringfügig unterrichtet worden. Erdkunde wurde mir ab der 7. Klasse nicht mehr nahe gebracht und Physik hatten wir auch nur am Rande. Diese Situation hat sich für die jetzigen Schüler nicht verbessert. Es kann gar nicht das Wissen vermittelt werden, welches laut Lehrplan vermittelt werden müsste.

Dazu ein Auszug aus einem Bericht aus erziehungstrends.de

„Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ in ihrer Ausgabe vom 24.9. 06 meldet, warnt der Philologenverband vor einer dramatischen Zunahme des Unterrichtsausfall an den deutschen Schulen. Die Lage könne sich bei einer Steigerung der fehlenden Lehrer von im Vorjahr 10.000 auf jetzt 14.-16.000 eklatant verschlechtern, so dass in diesem Schuljahr bis zu einer Million Unterrichtsstunden pro Woche ersatzlos ausfielen: eine erschreckend hohe Zahl, die zu einer starken Verminderung der schulischen Qualität bundesweit führt und die durch keine anderen Maßnahmen aufgefangen werden kann“.

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Arbeitsk(r)ampf im 21. Jahrhundert

4. April 2008 um 13:54 Uhr

Immer mehr rückt in die Öffentlichkeit, welchem Druck arglose Arbeitnehmer Tag täglich durch den Arbeitgeber ausgesetzt sind.

Wir erfahren über Lidl, dass hier weiterhin Gründungen von Betriebsräten mit lausigen Machenschaften unterbunden werden. Ebenso spionieren Plus, Lidl, Schlecker und viele, viele Unternehmen immer mehr ihre Mitarbeiter per Video aus.

Das Traurige ist, dies ist nicht die Ausnahme sondern bereits die Regel. Wer hat nicht schon mal Erfahrung mit Mobbing oder anderen Druckmitteln gemacht? Das Vertrauen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber marodiert stetig dahin.

Auf der anderen Seite wird uns immer wieder vorgegaukelt, dass die Arbeitslosenstatistik monatlich so hervorragend sinkt und Herr Bundeswirtschaftsminister Glos träumt gar von einer Vollbeschäftigung. Davon darf er auch weiterhin gerne träumen.

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