Erneuter Nazi-Terror - Diesmal in Duisburg
Pressemitteilung der Linksjugend [’solid]
Nachdem vor einigen Tagen in Aachen schon eine antifaschistische Demo von Nazis überfallen worden war, gerieten am vergangenen Wochenende nun auch Mitglieder der Linksjugend [’solid] ins Visier von Nazis. Sie erlitten dabei Platzwunden und Gehirnerschütterungen, einer der beiden Betroffenen musste sogar per Krankenwagen in eine Klinik eingeliefert werden.
Auf dem Rückweg von einer Disco trafen die beiden, als Linke zu erkennende, in der Duisburger Innenstadt auf Rechte im “Deathmetal”- Gewand. “Aufgrund ihrer Kleidung konnten wir sie nicht gleich als Nazis identifizieren und suchten zuerst das Gespräch”, so eines der beiden Mitglieder der Jugendorganisation. “Aber als wir dann einen rechten Aufnäher bemerkten,
wollten wir schnell das Weite suchen”. Mit Parolen, wie “Wir sind die Rechten”, griffen die Nazis mit äußerster Brutalität zu. “Anfangs konnten wir uns noch etwas wehren, aber dann warfen sie uns zu Boden und traten immer wieder zu”, beklagt das Opfer weiter. Erst als es einem der Überfallenen gelang, per Handy die Polizei zu rufen, ließen die Angreifer locker.
Finn Siebert, Landessprecher der Linksjugend [’solid] - nrw, verurteilt den neuerlichen Angriff auf engagierte Antifaschisten: “Diese Angriffe zeigen jedes mal aufs neue, dass Neonazis eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben darstellen. So weit ist es schon gekommen: Andersdenkende werden von Nazis auf offener Straße angegriffen. So etwas darf nicht länger vom Staat verharmlost werden. Wir müssen uns mit aller Härte den Nazis in den Weg stellen. Dabei dürfen wir uns nicht nur auf den Schutz des Staates verlassen. Nur der Kampf von engagierten Antifaschistinnen und Antifaschisten kann Erfolg haben.”
