Trotz mehrerer Nazi-Morddrohung: Rainer Sauer weiterhin ohne Polizeischutz

29. Mai 2008 um 17:46 Uhr

Pressemitteilung

Trotz mehrerer Nazi-Morddrohungen wird dem Kreissprecher der LINKEN in Bocholt weiterhin kein Polizeischutz gewährt. Während die bundesweite Solidaritätswelle für Rainer Sauer nicht abreißt und die Solidaritätshomepage über 2500 Soli-Unterschriften gesammelt hat, interessiert sich die örtliche Kreispolizeibehörde offenbar wenig für die dramatische Situation in Bocholt. Die Gefährdungslage für Rainer Sauer sei nicht konkret, heißt es seitens der Kreispolizei. Eine gefährliche Verharmlosung der Situation, meint DIE LINKE.

Die Liste der Angriffe und Einschüchterungsversuche gegen Rainer Sauer ist lang. Neben dem Mordaufruf per Videobotschaft im Internet sind weitere Nazi-Morddrohungen bei Rainer Sauer eingegangen. So bekam Rainer Sauer einen anonymen Drohanruf, in dem ihm Waffengewalt angedroht wurde. Über diesen Anruf existiert ein Mitschnitt. Wenig später erhielt Rainer Sauer einen Drohbrief in dem ausdrücklich von der “Ausrottung aller Linken und Kommunisten” die Rede ist. Unterschrieben ist der Brief mit den Worten “Sieg Heil”.

“Müssen die Neonazis erst bewaffnet vor der Tür Rainer Sauers stehen, bevor die Polizei sich einschaltet?”, fragt die
NRW-Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Ulla Jelpke und fügt hinzu: “Obwohl die Zahl neofaschistischer Straftaten in NRW zugenommen hat, scheinen die Behörden das Problem nicht ernst zu nehmen. Vielmehr wird versucht, das Problem herunter zu spielen und zu verharmlosen. Wenn Drohvideos, Anrufe und Briefe mit Morddrohungen nicht dazu führen, dass Rainer Sauer und seiner Familie Schutz gewährt wird, dann muss die Frage gestellt werden, ob die Behörden auf dem rechten Auge blind sind. DIE LINKE wird sich weiterhin – ob mit oder ohne Unterstützung der Behörden – jeder Form von Neofaschismus in den Weg stellen – in Bocholt, in NRW und überall.”


Ulla Jelpke, MdB
Innenpolitische Sprecherin
Fraktion DIE LINKE

Antifaschistische Solidarität mit Reiner Sauer

24. Mai 2008 um 20:13 Uhr

Reiner Sauer ist Kreissprecher der Linken in Borken. Als bekennender Antifaschist gründete er eine Bürgerinitiative, die sich am 8. September 2007 bei einer Gegendemonstration den Nazis in den Weg stellte. Diese Initiative sammelte 4.000 Unterschriften für das NPD-Verbot.

Das reizte die rechte Szene anscheinend so stark, dass sie das Haus von Sauer belagerten und mit neofaschistischer Musik beschallten. Ein Höhepunkt wurde erreicht, als Reiner Sauer Morddrohungen ausgesprochen wurden.

In einer Pressemitteilung vom 20.05.2008 der Linken heißt es:

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Die neue Rechte - Faschismus recht(s)zeitig erkennen

19. Mai 2008 um 21:37 Uhr

Vortrag & Diskussion

Mittwoch den 4. Juni 2008, 19.00 - 21.30 Uhr

Nie wieder Faschismus!“Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg” oder “Guck mal, wir haben nur noch Kopftücher hier in Gelsenkirchen” sind keine harmlosen Sprüche und weit verbreitet. Ist rechtes Denken in der Mitte der Gesellschaft angekommen?

Im Osten ist die NPD auf dem Vormarsch und im Westen etabliert sich die rechte Organisation PRO NRW. Nicht nur Skinheads in Springerstiefeln prägen heute das Erscheinungsbild, gerne wird das Palästinensertuch getragen, antifaschistische Logos leicht verändert wiedergegeben oder Parolen ausgerufen, die zunächst als links gewertet werden könnten. Rechtes Denken schleicht sich allmählich durch alle Schichten. Ein Vortrag über das Erscheinungsbild der neuen Rechten und eine Bilanz über rechte Aktivitäten, die 2007 in Gelsenkirchen stattfanden, wollen zu einer lebhaften Diskussion anregen.

Ort: die flora, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen
Referenten: Paul M. Erzkamp, Dennis Seigerschmidt
Veranstalter: Bündnis gegen Rechts, Initiative-Links, Schalker Fan-Initiative und VVN BdA e. V.

Mehr Informationen bei: “die flora”

Kuriose Geschichten, Teil II: Revolte bei den Bahnfahrern

um 21:14 Uhr

Fast täglich frage ich mich, was in unserem Land noch alles passieren muss, bis dass die Bürger sich mal regen. Die Verfassung wird ignoriert, fast jeder 4. in Deutschland ist arm, die Bahn wird fast zu einem viertel privatisiert. Und das alles gegen den Willen der BürgerInnen.

Heute habe ich, so belanglos die Situation vielleicht scheinen mag, etwas erlebt, was mich aufhorchen lies.

Unsere S-Bahn stand zwischen Oberhausen und Duisburg auf den Schienen und etwa 8 Min. tat sich überhaupt nichts. Auch eine Durchsage, aus welchem Grund wir geparkt wurden, fehlte. Mir war es relativ egal, da Duisburg sowieso meine Endstation ist.

Viele Mitreisende sind jedoch auf den Anschlusszug nach Düsseldorf angewiesen, der genau am Gleis gegenüber von der S2 hält.

Noch recht verschlafen wurde ich durch einen Lärm aufmerksam, der für diese Uhrzeit auf dem Gleis recht ungewöhnlich war. Eigentlich haben die Umsteiger nach Düsseldorf noch gut 10 Minuten Zeit, ihren Anschlusszug zu erreichen, wenn die S-Bahn pünktlich ist. Durch unsere Verspätung haben wir es ganz knapp geschafft. Der Anschlusszug nach Düsseldorf rollte jedoch gerade in dem Moment an, als wir ankamen. Der Schaffner stand noch in der offenen Tür und versuchte, die Umsteiger vom Zug fern zu halten. Ja, abwimmeln wollte er den Pöbel!

Ein Geschrei und Gegröle entstand. Was würde ihm denn einfallen….er sieht doch, dass viele umsteigen müssen…..er solle unverzüglich den Zug anhalten…..!!!! Der Schaffner konnte froh sein, dass er nicht aus der Tür geschupst wurde. Mit sichtlichem Unbehagen musste er den anfahrenden Zug wieder anhalten. Denn eine absolut aufgebrachte und wütenden Menge wollte diese Situation nicht einfach so hinnehmen.

Es ist also doch möglich, solidarisch sein Recht durchzusetzen, sich der Macht zu widersetzen. Es war ein Anfang aber ich habe einen ersten kleinen Aufstand unserer BürgerInnen miterleben dürfen.

….dieser Text ist auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu sehen…..

Rundgang durch den Rheinelbepark in Gelsenkirchen

3. Mai 2008 um 12:10 Uhr

Als Kind des Ruhrpotts ist es mir ein persönliches Bedürfnis, mehr über meine Region zu erfahren aber auch Euch daran teilhaben zu lassen. Das Ruhrgebiet bietet viel mehr als das Klischee von rauchenden Schloten, hoher Arbeitslosigkeit und grauem Alltag.

Für mich bedeutet das Ruhrgebiet Heimat, offenherzige Menschen, schöne Landschaften und Kultur. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung des Strukturwandels. Alte Zechen, Industrie, Metall und Schotter verwachsen zu einem einheitlichen Bild mit der Natur und Kunst.

Wer nicht im Ruhrgebiet wohnt, kann sich das vielleicht kaum vorstellen. Dabei möchte ich gerne behilflich sein und nach und nach meine Entdeckungstouren hier dokumentieren.

Meine neu erworbene Digitalkamera soll mich dabei begleiten.

Als erstes habe ich mir den Rheinelbepark in Gelsenkirchen Ückendorf ausgesucht. Zu erreichen ist er zu Fuß ab dem Hauptbahnhof Richtung Süden (etwa 5 Minuten Fußweg). Ist man mit der Straßenbahn unterwegs, steigt man an der Haltestelle „Wissenschaftspark“ (Linie 302) aus. Ansonsten können alle öffentlichen Verkehrsmittel genommen werden, die am Gelsenkirchener Hauptbahnhof halten.

Mit dem Auto hält man sich einfach Richtung Zubringer der A40 (Wissenschaftspark).

Wissenschaftspark:

2-wiss.jpg

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Fotogalerie Rheinelbepark Gelsenkirchen

um 11:21 Uhr

Aufnahmen vom 27. April 2008

Hinweis: Die Fotos dürfen mit Hinweis auf die Quelle gerne weiterverwendet werden. Sollten Änderungen vorgenommen werden, bitte ich um eine kurze Rückmeldung.

Und nun viel Spaß mit den Bildern!

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