Extraschicht 2008 auf Consol

Seit acht Jahren gibt es nun „Extraschicht – Die Nacht der Industriekultur“. Und seit letztem Jahr weiß auch ich endlich, dass es sie gibt.

In diesem Jahr konnte ich es kaum erwarten, dieses Event besuchen zu dürfen. Leider findet Extraschicht nur an einem Tag statt und es ist viel zu schade, durch das Ruhrgebiet zu hetzen. Also entschied ich mich wieder für das Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation auf der Bismarckstraße. Zwar wird von den Organisatoren ein Shuttleservice angeboten, der einen quer durch das ganze Ruhrgebiet zu den einzelnen Industriekulturstätten bringt. Jedoch bin ich der Ansicht, dass man so nicht die einzelnen Standorte genügend genießen kann. Vielleicht kann Extraschicht künftig auch von Freitags bis Sonntags angesetzt werden. Dann würde ich über das Consolgeände auch mal hinaus kommen……Aber mittlerweile hängt auch zu sehr mein Herz an dieser Kulturstätte, wo das Consoltheater, das Proberaumzentrum und die Werner Thiel Kunstinstallation angesiedelt sind.

Gegen 20 Uhr bin ich zu der Session von Chris (Klavier, Gesang), Kery (Gesang) die im Vorraum der Maschinenhalle unter dem Namen “CHANSON d´a ROCK” stattfand, hinzu gestoßen. Mit einer gekonnten Performance von Joe Cockers Version „With A Little Help From My Friends“ begeisterten die drei das Publikum. Darüber hinaus gab es noch weitere MusikerInnen, dessen Namen ich mir leider nicht merken konnte. Demnächst muss ich wirklich einen Notizblock mitnehmen. So wurde beispielsweise dieser wunderschöne Song „Nothing compares 2 U“, im Original von Prince und gecovert von Sinead o` Conner, so wunderschön von einer jungen Dame interpretiert, dass Sinead dagegen blass ausgesehen hätte. Auch der von Knorkator veröffentlichte Song „Böse“ wurde in einer nicht unwitzigen weise den Zuschauern dargeboten.

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Das Schöne ist, dass das Publikum wirklich eine Spanne von ca. 8 – 70- jährige umfasste. Kinder unterbrachen ihr Fußballspiel und hockten mit dem Ball unter dem Arm direkt vor den Interpreten und lauschten der wunderschönen Musik.

Weiter ging es dann zur Werner -Thiel-Ausstellung. Nun habe ich schon so einige Zeit auf dem Gelände verbracht aber nur durch Zufall von dieser Ausstellung erfahren. Für Interessierte: Die Ausstellung befindet sich hinter der Maschinenhalle des Förderturms. Wenn man das Consolgelände überquert und ein mal hinter das Maschinengebäude lugt, kommt man direkt dort hin. Und was soll ich sagen? Die Besichtigung lohnt sich allemal!

Zu meiner Freude sah ich die Herren und Damen der Gelsenkirchener Geschichten, welche das Rote Sofa aufgebaut haben, um Geslenkirchener Gesichter zu fotografieren. Bereits in der Gelsenkirchener Innenstadt und auch an anderen Orten durften sich Menschen auf das Sofa setzen und wurden wie berühmte Models fotografiert. Eine gelungene Aktion, wie ich finde!

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Aber auch das Ambiente dieses sympathischen Fotoshootings war einfach klasse. Ich möchte eigentlich gar nicht viel über die Ausstellung von Werner Thiel schreiben, sondern Euch nur mal bitten, selbst einen Eindruck zu bekommen. Die Ausstellung hat Samstags und Sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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Hier ein paar Impressionen:

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Auf dem Vorplatz vom Theater und dem Probezentrum war es schon die ganze Zeit ein wenig hektisch und Menschen liefen aufgeregt umher. So wurden um 22 Uhr die Querschläger erwartet. Ein Kamerateam machte Probeaufnahmen für einen Mitschnitt des Konzertes, die Nebelanlage wurde getestet, Soundcheck, usw.

Das Konzert stand unter dem Motto „Rock Zirkus“. Zusammen mit dem Zirkus Schnick-Schnack rockten die Jungs die Mädels in Rage und brachten deren Freunde zur Verzweiflung. Nein, ganz so schlimm war es nicht. Aber ich gebe zu, dass sie für eine ordentliche Stimmung sorgten. Kleine Pyrotechnische Einlagen würzten die Darstellung der Rocker.

Einen akustischen Ohrenschmaus lieferte noch die Gruppe Arashi Daiko, welche mit Taiko ( japanisches Trommeln) den Rhythmus des Abends hervorhob.

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Zum späteren Zeitpunkt kam noch eine weitere Band aus dem Proberaumzentrum dazu: Wornout! Um ehrlich zu sein, traf diese Band eher meinen Musikgeschmack.

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Sympathisch und mit gekonntem Rock-Feeling machten sie noch mal richtig Stimmung auf dem Platz. Das ganze Konzert endete dann noch mit einem gemeinsamten Auftritt von Wornout und Die Querschläger.

Mein Fazit für die Extraschicht 2008:

Da ich die Entwicklung im Probeaumzentrum nunmehr seit einem Jahr verfolge weiß ich, dass dort sehr, sehr viele gute Bands und Talente schlummern. Um so bedauerlicher fand ich, dass dieses Fest eigentlich nur von einer Band dominiert wurde. Im letzten Jahr fand auf der kleinen Bühne im Zentrum ein Konzert von vielen Bands statt und es war wirklich für jeden Geschmack was dabei. Irgendwie hatte man dort das Gefühl, dass alles zusammengehört. Dieses Jahr war das ein wenig anders. Aber es ist ja auch gut, wenn etwas anders ist, dann bleibt es spannend.

Eine Bierbude mehr und ein Grill wären darüber hinaus noch eine Bereicherung gewesen aber verdurstet bin ich jetzt auch nicht wirklich.

Ein besonderer Gruß gilt Herrn Bandelow vom Referat Kultur. Im Zuge unseres Samplers „Rock gegen Rassismus“ haben wir per Mail miteinander Kontakt gehalten aber uns nie persönlich kennen gelernt. Dieses Defizit konnte am 21.6 2008 aufgeholt werden.

Alles in Allem war es mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Viele Freunde und Bekannte hielten smalltalk, lachten und schauten sich interessiert die Darbietungen im Consoltheater und Umfeld an.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf weitere Veranstaltungen im Rahmen von Easy Jam hinweisen.

Das nächste Easy Jam findet bereits am 28.06.08 statt. Weitere Termine:

12.07.2008: Chris & Kery, Re-Late

02.08.2008: Aseema , art squad & Pit Hupperten

16.08.2008: Seng Fu und In Charge

Fotogalerie zur Extraschicht

Video

Ein Kommentar

  1. Hallo Sandra,

    danke für Deine positive Kritik zu unserem Auftritt beim Rockzirkus. Das Foto Nr. 28 aus der Fotogalerie gefällt uns ziemlich gut. Kannst Du uns das zuschicken?

    Gruß
    Bernd Heckmann, Arashi Daiko

    am 24. 07. 2008 um 19:26 Uhr von Bernd Heckmann

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Der Beitrag wurde am 26. Juni 2008 um 20:30 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Leben - Reisen, Musik, Gelsenkirchen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.