1. Tag: Abfahrt in Herne – Feldkirch (Tirol/Österreich)
Lange habe ich hin- und her überlegt, wohin meine Reise im Sommer 2008 gehen soll. Freunde sind mit ihren Partnern unterwegs oder bereits schon zu einem anderen Zeitpunkt in den Urlaub gefahren. Da ich in diesem Jahr ziemlich unflexibel in meiner Urlaubsplanung bin, war für mich Folgendes wichtig:
Nicht ganz alleine, damit mich wenigstens jemand vermisst, falls mir was passiert
Kultur
Nicht ständig von einem Hotel zum anderen rasen
Nach der Analyse o.g. Kriterien fiel mir die Reise von dem Busunternehmen Anton Graf aus Herne in die Hände. Diese sollte so aussehen:
Unser Hotel sollte in Montecatini Therme in der Toskana sein. Ich wusste nicht, was mich alles erwarten würde, war also offen für neue Eindrücke und gespannt auf die Dinge, die da kommen werden.
Eigentlich fiel es mir überhaupt nicht schwer, diese Reise alleine anzutreten. So habe ich doch gerne meine Ruhe und kann auch eine Menge Zeit nur mit mir verbringen. Sollten sich Bekanntschaften ergeben, sollte es mir recht sein. Sollten sich keine Bekanntschaften ergeben…auch nicht schlimm.
Am Musiktheater in Gelsenkirchen wurde ich dann vom Bustransfer nach Herne gebracht, checkte meinen Koffer in den für die Toskana vorgesehenen Bus und meldete mich vorne beim Einstig an, dass ich da bin.
Noch so sehr lange beschäftige ich mich nicht mit den Inhalten des Antifaschismus´. Bisher handelte und argumentierte ich nach einem allgemein gültigen Bild, welches man durch den Geschichtsunterricht vermittelt bekommen hat. So etwas wie die Nazis darf es nicht mehr geben!
Die derzeitige politische Ignoranz zu diesem Thema schafft den Nährboden zum aufkeimenden Faschismus. Menschen haben Existenzängste, glauben nicht mehr an unsere Demokratie und finden keinen Ausweg mehr. Nur zu gerne lauschen sie den wohlwollenden Klängen rechter Parteien, wie z.B. pro Gelsenkirchen. Argumentativ, sofern man das sagen kann, fischen rechte Parteien und Organisationen an den Knackpunkten der fehlgeschlagenen Sozialpolitik. Sie versprechen, sich gegen das eigentliche Übel einzusetzen. Das ist ganz besonders der Moscheebau und der aufkeimende Islamismus.
Woher die soziale Schieflage tatsächlich kommt wird von den Rechten schlicht weg unterschlagen. Wer empfindet Manager, die jedwede Möglichkeit auslassen, Steuern zu bezahlen, als unsozial? Da steckt viel zu viel Politik und Wirtschaftsdenken drin. Demnach ist es einfacher, sich gegen einen Moscheebau um die Ecke zu stellen. Und schon haben wir wieder einen Sozialstaat. Kling das übertrieben? So funktioniert die Strategie der Rechten.
Nun frage ich mich, wie unser Rechtssystem mit der Entwicklung der neuen Rechten umgeht?
Nun befinde ich mich gerade in den Urlaubsvorbereitungen für meinen Italienurlaub. Dabei dachte ich, es könne ja nicht schaden, noch eine Speicherkarte für mein neues Hobby, fotografieren, käuflich zu erwerben.
Die Sonne schien, mein Einkaufszettel war lang, also ging ich in die Gelsenkirchener Innenstadt, um noch ein paar andere Dinge zu erledigen. Entgegen aller Pessimisten, die meinen, in Gelsenkirchen nicht einkaufen zu können, bin ich aber doch heute ordentlich Kohle losgeworden.
Nur bei meiner Speicherkarte hatte ich wirklich ein Problem, mein Geld loswerden zu dürfen. So versuche ich mein Kaufverhalten dahingehend zu steuern, dass ich, wenn möglich, kleine Geschäfte aufsuche. Vorzugsweise besuche ich Familienunternehmen (Metzger, Markt), Hauptsache ich komme um Großkonzerne und -ketten herum.
Wer meine Berichte fleißig verfolgt hat wird es wohl nachvollziehen können, dass ich es kaum bis zum nächsten Easy Jam abwarten konnte. Nur zum ersten mal durfte ich nicht nur zugucken, sondern auch offiziell mitmachen.Derzeit habe ich die Möglichkeit beim Rockensemble Eulenbiss mitzusingen. Das ist absolut mein Ding, die MusikerInnen stimmen und die Musik sowieso. Schön, wenn dies eine längerfristige Zusammenarbeit wird.
Einen Tag vor Easy Jam hatte ich meine erste Probe und wir haben ausgemacht, beim Konzert einen kurzen Jingel zur Einstimmung als Aufmacher zu singen. Im Hinblick auf die zu erwartende Musikrichtung, bluesten wir uns spontan was zusammen. Begleitet wurden wir von Chris und Julian Rybarski, die mit Kery (auch bei Eulenbiss) den ersten Programmpunkt erfüllen würden.
In Gelsenkirchen findet der 1. Gelsenkirchener Story-Wettbewerbstatt. Jeder der zwischen 16 und 99 ist und sich zum Schreiben berufen fühlt, kann an diesem Wettbewerb teilnehmen.
In der Jury sind unter anderem:
- Hans Frey, MdL a. D. Germanist, Autor von Romanen, Kurzgeschichten und Sachbüchern
- Dr. Rainer Küster, Germanist, Philosoph, Dozent ( Ruhr Uni Bochum), Roman- und Sachbuchautor
Einsendeschluss ist der 30. September 2008.
Jeder, der einen Internetzugang hat, kann die einzelnen Stories mit “sehr gut, gut, mittel, schlecht, gar nicht” bewerten.
“Obwohl er sich - durchaus im Gegensatz zu mir - nicht als politischer Liedermacher verstand und politische Parteien ihm ein Graus waren, war er ein wahrhaft radikaler Humanist, würdiger Nachfolger Till Eulenspiegels und Francois Villions. Er verabscheute Faschisten, Nationalisten, Militaristen, Rassisten, Polizisten und Spießbürger und liebte die einfachen Menschen, deren Nöte und Freuden er wie kein Anderer musikalischen Ausdruck verlieh, liebevoll und schonungslos, ohne zu dramatisieren oder zu beschönigen. Brassens Lieder haben viel dazu beigetragen, Frankreich unregierbar zu machen. Und genau das ist es, was wir dringend auch in Deutschland gebrauchen können und besonders hier in Gelsenkirchen. Damit es endlich wärmer wird bei uns!”
Termin: 19. Juli 2008
Uhrzeit: 20:08 Uhr
Wo: Im Garten des LaLok Libre, Rheinische Straße 60, 45881 Gelsenkirchen
Eintritt: frei!
In Zusammenarbeit mit der SJD Die Falken OV Schalke
Ach wie herrlich ist Kabarett! Die Wahrheit ausgesprochen in einem komischen Umfeld und alles lacht. Aber eigentlich ist es gar nicht so zum lachen.
Volker Pispers hat es in meiner Lieblingssendung “Mitternachtsspitzen”so richtig auf den Punkt gebracht. So sagt er sinngemäß:
Nach einer Umfrage sind die Deutschen zu
- 80% für den Mindestlohn
- 80% gegen den Afghanistaneinsatz
- 80% gegen die schlimmsten Hartz-Reformen
Das sind alles Themen, welche DIE LINKE vertritt. Aber nur 14% würden die Linkspartei wählen. Also wählen 66% eine Partei, welche gar nicht ihre Interessen vertritt. DAS SIND DIE DEUTSCHEN
Bitte das Video unbedingt ansehen und sich ggf. wiedererkennen
Es war mir klar: Das wird ein anstrengendes Wochenende!!! Weil wir Flugverweigerer wegen akuter Angstzustände in unserer fünfer-Gruppe hatten, entschieden wir uns für eine Busreise nach London. In der Nacht von Freitag auf Samstag sollte es um 0:30 Uhr losgehen.
Zuvor musste ich jedoch noch ein Abenteuer bestehen. Denn immer wenn die Zeit knapp ist, man Termine hat oder Verabredungen einhalten muss, gibt es Probleme bei der Bahn. Am Duisburger Hauptbahnhof ist die Oberleitung von einem ICE gekappt worden, was für mich hieß, dass ich kaum eine Möglichkeit hätte von der Arbeit nach Hause zu kommen. Ja nee is klar!
Endlich geht es wieder los: Die Unplugged-Konzertreihe im Consoltheater. Bei gutem Wetter sollte dieses Event zwar im Biergarten stattfinden aber an diesem Samstag war es noch zu unbeständig. Ich gebe zu, dass das Ambiente in der Kellerbar jedoch perfekt für ein solches Konzert ist.
Nachdem auch schon im letzten Jahr Easy Jam sehr erfolgreich angelaufen ist, wird diese Reihe nun wieder fortgesetzt.
Erwarten durften wir an diesem Abend Maurice Dickson, ein begnadeter Folkmusiker aus Nordirland. Auf der Insel ist er bei keinem Festival mehr wegzudenken und begeistert das Publikum mit einer virtuosen Spielweise auf seiner Gitarre. Darüber hinaus verfügt der sympathische Musiker über ein Talent die Bühne mit einer One-Man-Show so zu füllen, als wäre ein ganzes Orchester anwesend. Einfach sensationell!