Kuriose Geschichten Teil 3 und ein bisken, Die unverkäufliche Speicherkarte

Nun befinde ich mich gerade in den Urlaubsvorbereitungen für meinen Italienurlaub. Dabei dachte ich, es könne ja nicht schaden, noch eine Speicherkarte für mein neues Hobby, fotografieren, käuflich zu erwerben.

Die Sonne schien, mein Einkaufszettel war lang, also ging ich in die Gelsenkirchener Innenstadt, um noch ein paar andere Dinge zu erledigen. Entgegen aller Pessimisten, die meinen, in Gelsenkirchen nicht einkaufen zu können, bin ich aber doch heute ordentlich Kohle losgeworden.

Nur bei meiner Speicherkarte hatte ich wirklich ein Problem, mein Geld loswerden zu dürfen. So versuche ich mein Kaufverhalten dahingehend zu steuern, dass ich, wenn möglich, kleine Geschäfte aufsuche. Vorzugsweise besuche ich Familienunternehmen (Metzger, Markt), Hauptsache ich komme um Großkonzerne und -ketten herum.

Bevor ich also mein Geld in den Geizschlund von Saturn werfe, betrat ich einen kleinen Fachhandel auf der Bahnhofstraße. Ich erklärte der Verkäuferin, dass ich eine Speicherkarte für meine Digitalkamera benötige. Sie schaute mich entgeistert an und meinte, dass dies nicht notwendig wäre.

Bitte?!?!?!?

Sie meinte die Speicherkapazität würde durchaus reichen. Ich erklärte der guten Frau, dass ich eine Städtereise machen und enorm viele Bilder dabei schießen werde. Vorzugsweise mache ich auch gerne Videoaufnahmen. Und da würde meine bisherige Speicherkarte nicht genügen.

Nein, eine weitere Speicherkarte wäre nicht nötig. Obwohl….bei Videoaufnahmen könnte es dann doch knapp werden.

Hä?!?!

Als Alternative schlug mir die gute Verkäuferin vor, in Italien selber einen Fotoladen aufzusuchen, wenn es denn knapp werden würde. Darauf erwiderte ich, dass mir dort jedoch sprachliche Barrieren entgegenstehen würden. Es wäre mir doch schon ganz lieb, wenn ich mit ihr dieses Geschäft nun abwickeln könnte.

Sie meinte darauf wieder, dass es doch einfach wäre zu sagen “Foto auf CD brennen” (sie formte mit ihrer Hand einen Kreis, welcher eine CD darstellen sollte.) Ich könne dann meine Speicherkarte immer wieder löschen.

In der Zwischenzeit lagen bereits zwei Speicherkarten auf der Theke, eine mit 2 GB und eine mit 1 GB. Ich schielte schon darauf in der Hoffnung diese gute Dame doch noch dazu zu bewegen, mir doch bitte eine von denen zu überlassen. Sie meinte noch, dass ich ja dann wenigstens nur die 1GB-Karte kaufen sollte. Ich jubelte innerlich schon ein „Hurraaaa“, bis dass meine Hoffnung gänzlich zerstört wurde…..Sie begann wieder mit der Argumentation, dass ich doch vor Ort eine Speicherkarte kaufen könne.

In Anbetracht dessen, dass ich in Italien nicht noch zusätzlich einen Einkauf organisieren möchte, den ich vorab schon in Gelsenkirchen hätte machen können, verließ ich dann den Laden unverrichteter Dinge.

Somit musste ich dann doch den Geiz-ist-geil-Teufel besuchen.

….Und wer noch einen Monitor für den Computer benötigt: Kurioserweise steht gegenüber vom Consilium auf der Wanner Straße ein Monitor. Dieser ist mit einem Zettel beklebt, dass er mitgenommen werden kann. Ist nur 1,5 Jahre alt. Also, wenn er noch da steht, hin! bevor Ihr in ein Geschäft kommt, wo Euch gesagt wird, dass ihr auf keinen Fall einen Monitor käuflich erwerben könnt.


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Der Beitrag wurde am 15. Juli 2008 um 20:32 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Leben - Reisen, Gelsenkirchen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.