Toskana: 5. Tag - Florenz

Was bisher geschah:

1.Tag: Abfahrt nach Feldkirch (Tirol-Österreich)
2.Tag: Ankunft in Montecatini

3. Tag: Volterra und Siena
4. Tag: Elba

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5.Tag: Florenz

Ungewollt wurde auch der Elba-Tag ein Highlight des ganzen Urlaubs. Aber bevor ich diese schöne Insel kennen lernte war für mich Florenz der Hauptgrund, diese Tour anzutreten. Ich weiß im Nachhinein wirklich nicht, was mich mehr beeindruckte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man eine grüne Insel im blauen Meer unter einem strahlenden Himmel nicht mit einer Stadt voller Kultur, Vergangenheit und Leben vergleichen kann.

Morgens beim Frühstück musste ich aber noch ein wenig über meinen Schatten springen. Denn am Abend zuvor fand der Supercup statt, bei dem der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im Finale spielte. Sehr zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass in meiner „Tischfamilie“ gleich Vertreter beider Fraktionen vertreten waren. Und ich als Schalker mittendrin. Leslie, Du magst mir verzeihen, aber ich verstehe nicht, wie ein so nettes Mädel sich fußballtechnisch so verirren kann ;-) . Komm Du mal nach Gelsenkirchen und ich zeige Dir eine Stadt voller Fußballleidenschaft!

Aber Benjamin ist als Vertreter der schwarz/gelben ja auch nicht besser. Aber nachvollziehbar ist ja, dass er in Dortmund geboren ist. Und als Ruhris hält man gegen die Bayern ja doch ein wenig zusammen. (Ich höre gerade einen Aufschrei aus ganz Gelsenkirchen und Dortmund……). Aber dennoch meinte ich zu Benjamin nach dem Sieg gegen Bayern auf nüchternen Magen: „Gut gemacht, aber einen herzlichen Glückwunsch kannst Du von mir jetzt nicht erwarten.“ Puh, erste Hürde des Tages überstanden.

So, nun ging es aber auch schon los, getrieben von unserem Schäfer Ruuuudi, in die wunderbare Stadt Florenz. Am Arno (für nicht ganz Erdkundige: Hier handelt es sich nicht um einen schönen Italiener, das ist ein Fluss) sammelten wir unsere heutige Reiseleitung auf. Ihren Namen habe ich jetzt irgendwie vergessen. Mag aber auch daran liegen, dass sie zwar sehr kompetent Informationen vermittelte aber kein Profil von sich abgab. Da hätte jeder auch einen MP3-Player einstöpseln können mit einer Audio-Version von Florenz. Aber interessant war es dennoch, was sie zu sagen hatte. Wir machten eine Stippvisite zu einer Aussichtsplattform, von der wir einen traumhaften Blick über Florenz bekommen konnten. Leider habe ich darüber keine Fotos. Aber es bot sich mir ein Bild von einer schönen alten Stadt, die in einer wie gemalt erscheinenden Landschaft sanft eingebettet ihr zu Hause findet. Tja, da wird man schon mal poetisch. Kein Wunder, dass hier viele Künstler ansässig waren/sind!

Nachdem uns die Sonne nun schon die Brezel durchschmorte, durften wir nach 20 Minuten auch wieder in den Bus, der uns am Arno wieder absetzte. Von dort aus liefen wir Richtung Altstadt. Zum ersten und auch letzten mal wurde mir hier ein wenig schwindelig, weil ich doch zu wenig getrunken habe. Gut, dass ich noch Wasser im Rucksack hatte. Eine Flasche weggelittert und schon war der Motor wieder geschmiert. Wahnsinn, wie ein Körper so funktioniert. Bevor die Führung durch die Altstadt begann, durften wir noch mal notdürftig das Touristenzentrum aufsuchen. Was in Deutschland eigentlich kaum möglich ist, sehen die Italiener wohl ganz locker. Natürlich war die Schlange auf dem Frauenklo unendlich länger als bei den Herren. Also wies uns die Toilettenfee auch zum Männerklo. Das war doch mal ein Service. Nun bekam ich aber doch Skrupel, ob nicht ein Mann vor dem Becken stehen würde, wenn ich mein Kämmerchen verlies. Andererseits….in der Hoffnung, meinen Toskanischen Winzer zu finden……ach lassen wir das. War eh keiner da.

Nun starteten wir an der Kirche Santa Croce. Die im 13 Jahrhundert erbaute Franziskanerkirche beeindruckte mich nicht nur optisch. Es berührte mich sehr zu hören, dass hier die Grabmäler von Galileo Galilei, Gioacchino Rossini und Michelangelo sind. Für mich stand fest, dass ich bei meiner Florenzkür da noch hineingehen muss!

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Vor dem Gebäude der Kirche ragt eine Figur von Dante Alighieri empor. Dante, ein italienischer Dichter und Philosoph, verfasste die „Göttliche Komödie”, welche er in Italienisch schrieb und somit das alte Latein verdrängte. Ebenso war er in seiner Stadt politisch aktiv und kämpfte an der Seite der Guelfen (den heutigen Welfen) in der Bürgerwehr, welche gegen die Kaisertreuen Ghibellinen antraten. Das gefiel mir natürlich sehr. Nicht der Kampf und die Gewalt an sich sondern engagierte Bürger, die sich der „Obrigkeit“ in den Weg stellen. Aber dies soll ja ein Reisebericht und kein politische Statement von mir sein. Mich überkommt es aber dennoch immer wieder.

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Zwischendurch habe ich bei der Stadtführung doch mal den Faden verloren, weil ich mich kurzfristig in einem Laden versteckt hatte, der Einwegkameras verkaufte. Das war meine Rettung! Ich ging touristentechnisch nicht mehr unbewaffnet durch diese Traumstadt. Florenz ohne Kamera, das geht einfach nicht. Wo war denn meine Gruppe? Aaaahhh ja, brauchte nur dem komischen blauen Tuch am Schirm unserer Reiseleitung folgen. Andere Gruppen folgten anderen heiligen Grals, da ist dem einzelnen Reiseleiter in der Phantasie keine Grenze gesetzt.

Ich fand mich plötzlich auf dem Piazza della Signoria wieder, auf dem ein riesiger Brunnen sich breit machte. Oh, Italien mit seinen schönen Brunnen, da muss ich doch ein Foto machen. Dieser Brunnen zeigt Neptun, wie er mit all seiner Pracht über die Meere wacht. Und das reimt sich noch, tja, Kulturstadt halt, das inspiriert. Als unsere Reiseleitung dann aber meinte, die Italiener sind von diesem Objekt alles andere als begeistert und manche behaupten, dass man ein Block Marmor nicht hätte so verschandeln sollen, war ich sehr enttäuscht. Da dachte ich, ein besonderes Foto gemacht zu haben, dann kam die pure Realität. Ich fühlte mich wie unter einem Mamorblock verbuddelt. Aber hier trotze ich den Italienern und sage: Der Brunnen gefällt mir doch!

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Seitlich des Platzes befindet sich die Loggia dei Lanzi mit all ihren herrlichen Figuren. Mir gefiel besonders die Figur „Raub der Sabinerinnen“ (ganz rechts)

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Wenige Schritte weiter erstrecken sich die Räume der Uffizien. Mein Herz hörte auf zu schlagen. Hier also sind die wunderbaren Kunstwerke von Michelangelo oder Raffael zu finden. Was viele auch kennen werden ist das Gemälde „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli.

Die Uffizien sind eigentlich ehemals Verwaltungsbüros gewesen. Uffizien lässt sich aus dem italienischen Wort uffici=Büros ableiten. Wer im Englischen aufgepasst hat, wird hier „office“ heraushören. Da haben wir ihn wieder, den kleinen Ausflug in meine Sprachreise.

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Jetzt kam er, der Höhepunkt meiner Toskanareise. Ich wolle sie immer mal sehen: Die Ponte Vecchio! Diese Brücke wurde über dem Arno (dem Fluss) im 14. Jahrhundert erbaut. Ich kannte sie von Bildern und aus dem Fernsehen und wollte sie immer mal in Farbe und bunt sehen. Jetzt stand ich da. Um mich herum die alten Bauwerke, Geschäfte Balkone und……viele Touristen halt.

Die Kaufmannsfamilie Medici, welche über 300 Jahre einen politischen Einfluss in Italien gehabt hat, ließ sich etwas ganz besonderes einfallen. So führt ein mehrerer Kilometer langer Gang durch die Gebäude von Florenz. Dieser führt auch über diese Brücke. Somit wurden die „feinen Leute“ vor dem Pöbel und dem Gestank geschützt und konnten ungehindert auch zu den Uffizien gelangen. Hervorzuheben ist jedoch Lorenzo I de´ Medice, welcher in der Renaissance dafür sorgte, dass eben Künstler wie Michelangelo oder Botticelli gefördert wurden .

Man konnte die Atmosphäre überhaupt nicht aufschnappen, denn schon zog unsere Reiseleitung im Turbotempo zum Dom.

Hier noch ein Foto der Ponte Vicchio. Ich erspare Euch das mit mir bestückte Beweis-und-ich-war-da-Foto. Hier ein Neutrales, auf dem nur die Brücke zu sehen ist:

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Die Santa Maria del Fiore, bzw. auch Dom genannt, ist nach dem Petersdom (Rom), St. Paul´s Cathedral (London) und dem Mailänder Dom die viertgrößte Kirche Europas. Bezeichnend ist die riesige Kuppel, welche mit wunderschönen Fresken künstlerisch gestaltet wurde. Wenn man unter dieser Kuppel steht und hoch schaut, kann einem ganz schön schwindelig werden. Aber diesmal hatte es mit Wassermangel nichts zu tun. Erbaut wurde dieser Dom im 13. Jahrhundert der nicht nur durch diese Kuppel sondern auch von dem Glockenturm „Campanile“ geprägt ist.

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Wie schon im Siena-Bericht erwähnt, befindet sich auch hier das Taufbecken außerhalb des Doms. Wir haben ja gelernt, dass ungetaufte Kinder die Kirche nicht betreten durften.

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Und nun kam meine Florenzkür. Da habe ich doch schon den ganzen Urlaub drauf gewartet: Alleine durch die Gassen ziehen und das rege treiben am besten intravenös einnehmen! Zunächst war aber mal wieder ein Etablissement gefragt. Mit durchfragen und genauer hingucken fand ich dann auch ein öffentliches WC. Wer jetzt denkt, das wäre so eine schimmlige, ekelhaft stinkende Kaschemme gewesen, der irrt. Ich hatte das Gefühl, einen Palast zu betreten. OK, der Eintritt kostete 80 ct. aber jeder Einzelne war es wert. Man bzw. Frau wurde am Eingang in Empfang genommen, begrüßt und es wurde der alten Frau (also mir) durch diese komische Elektronik am WC-Eingang geholfen. Der „Saal“ schien aus Marmor und eigentlich wollte man ihn gar nicht betreten, weil etwas hätte schmutzig werden können. So ein Klo habe ich echt noch nie gesehen!

Nun gut, für die, die es jetzt nicht so interessiert, werde ich dann auch wieder über die florentinische Altstadt schreiben.

Ich ging also Richtung Marktzentrum in der Hoffnung ein Plätzchen zum Entspannen zu finden. Aber zuerst musste ich mir noch einen Wunsch erfüllen. Echtes italienisches Eis! Da war auch gleich eine Eisbude auf die ich mich umgehend stürzte. Melone und Stracciatella sollten meine Zunge beglücken. Ich hielt einen 5-Euro-Schein in der Hand in der Hoffnung noch Geld wiederzubekommen. Da hielt die Junge Dame noch die Hand auf und wollte noch einen. 6 Euro für ein Eis mit zwei Sorten?! Ich rechne das noch mal in D-Mark um: 6 x 1,95583 = 11,74 DM!!! Das muss man sich mal reinziehen! Und dann schmilzt das Eis noch so weg bei den Temperaturen. Wie im richtigen Leben: Man kann zusehen, wie das Geld wegschwimmt.

Ich ging also weiter und setze mich in den Schatten der Basilica di San Lorenzo di Firenze. Von hier aus hatte man eine nette Sicht auf das Marktzentrum, welches irgendwie mittelalterlich aussah.

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Zu meiner Enttäuschung hat das Eis furchtbar geschmeckt. Anscheinend bin ich so einem Touistennepper auf dem Leim gegangen. Nix mit cremig oder fruchtig, nein, so ekelig wasserkristallig war das Eis. Da schmeckt es mir bei unserer Graziella aber wesentlich besser. Ist eh ein Supereis dort. Also muss ich noch mal nach Italien fahren und es woanders ausprobieren.

Mit klebrigen Händen ist es doch genau richtig, auf Shoppingtour zu gehen. Die Zelte am Markt standen so prima, dass die Hitze nicht durchdrang. Das Schöne war: Die Menschen waren nicht aufdringlich. Ich konnte hervorragend durch die Gassen schlendern und in Ruhe schauen. So fand ich auch ein paar Mitbringsel für meine Lieben Daheim. Als ich eine Lücke zwischen den Zelten entdeckte, lugte eine offene Tür einer Halle durch. Ich erspähte Futteralien. Wenn es um´s Essen geht, bin ich immer sofort dabei!

Als ich die Halle betrat eröffnete sich mir ein kulinarisches Paradies. Ich war in der Markthalle gelandet. Vor mir Berge von hausgemachten Käsesorten und selbstgeräucherten Schinken. Ich war begeistert. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen, mein Wörterbuch heraus zu kramen und begab mich blindlinks in Verkaufsgespräche. Ein Wörterbuch hätte nur gestört. Ich musste mich jetzt konzentrieren, um auch die richtigen Sachen abzugreifen. Schinken und Käse für mich und meinem besten Freund Marcus (Bekannt aus meinem Leicester-Bericht). Mit Händen und Gesten funktionierte auch dieser Einkauf und zum Dank erhielt ich noch eine Probe einer leckeren Salami. Wieso habe ich sie mir eigentlich nicht gekauft, ich Depp?! Den Schinken esse ich übrigens gerade, während ich diesen Text schreibe. Es ist schön, wieder an den Tag zu denken und den Schinken dabei zu genießen. Besser als Eis!

Ich schaute auf die Uhr und stellte fest, dass ich mich nun doch wieder sputen musste, um noch alles zu erledigen, was ich unbedingt noch erledigen wollte. Also ging ich den Weg, den ich gekommen war, wieder zurück zur Ponte Vecchio. Den Hauptgrund meines Urlaubes wollte ich nicht im Turbotempo mit einer Reisegruppe oberflächlich ablatschen. So stand ich da, in der Ecke der „Ausgucklöcher“ und schaute über den Arno hinweg, an den alten Häusern vorbei in die Vegetation der Toskana. Jeden Stein, jede Kleinigkeit auf dieser Brücke saugte ich in mir auf und möchte das Bild nie vergessen. Endlich war ich da!

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Nachdem ich mir diesen Wunsch erfüllt hatte, ging es noch mal zu den Uffizien. Auch hier setzte ich mich auf die Stufen und schaute mir die Menschen und das Treiben an. Ich versuchte zu realisieren, was ich heute nicht zu sehen bekam. Stellte mir vor, wie diese berühmten Gemälde hinter den Wänden viele Menschen seit Jahrhunderten erfreuen und es hoffentlich auch noch viele Jahrhunderte tun werden. Mich werden sie ein anderes mal erfreuen, da bin ich mir sicher!

Als ich die Uffizien verlassen wollte kam ich an Künstlern vorbei, die sich als Statuen geschminkt und verkleidet hatten. Viele Menschen standen davor und staunten. Die Figuren bewegten sich jedoch nicht. Also erlaubte ich mir den Spaß und warf eine Münze in die dafür vorgesehene Box…..wenn´s sonst keiner tut! Ich wollte zurück zu der Menge gehen und mir das nun Folgende ansehen, als ich mich umdrehte und sah, dass die Figur schon in voller Größe hinter mir aufgerichtet stand. Sie streckte den Arm aus und und winkte mit den Fingern ganz leicht in meine Richtung, dass ich zu ihr kommen sollte. Is ja ma widda klar: Die Sandra wieder im Mittelpunkt. So was passiert mir immer!

Die Statue begann sich ganz kunstvoll und erhaben zu bewegen, nahm meine Hand und behandelte mich wie eine Lady. Also Männer, da könnt ihr noch was von lernen! Ich weiß ja nicht, wie die Statue unter der Schminke aussah aber „er“ hatte was. Ganz langsam strich er mir über das Gesicht. Jetzt wurde es mir doch allmählich peinlich, immerhin schauten gefühlte 50.000 Leute zu! Ich blickte nur in die Menge und zuckte mit den Schultern, was ein Lachen der Zuschauer hervorbrachte. Vielleicht hätte ich mich als Clown verkleiden und dazustellen sollen. Dann hätte sich vielleicht meinen Toskanaurlaub wieder amortisiert. Die Statue hat aber auch nicht geteilt!

Nachdem er mich „entlassen“ hat, schaute ich auf meine Hände und stellte fest, dass sie weiß gefärbt waren. Ich putzte mir über die Wangen in der Hoffnung, dass ich nicht weiterhin als Clown auftrete und weißgefärbt durch die florentinische Altstadt latsche. Aber schön war´s doch!

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Ich hatte nur noch eine Stunde Zeit, bis dass der Bus wieder fahren würde. So hatte ich mir ja vorgenommen, die Kirche Santa Croce zu besuchen. Immerhin wollte ich die Grabmäler von den Berühmtheiten besichtigen. Uns wurde gesagt, dass man in 30 Minuten mit der Besichtigung fertig ist. Da haben sie aber mein Interesse an Kunst und Kultur nicht mit eingerechnet. Ich zahlte für den Eintritt 5 Euro, was letztendlich noch günstiger war als das Eis! Und mit diesem Obolus habe ich noch für den Erhalt dieser Kirche gesorgt. Da schmilzt das Geld nicht einfach so weg!

In diesem Urlaub habe ich mir zum ersten mal in meinem Leben Freskenmalerei genauer angesehen. Bisher lief ich immer recht oberflächlich daran vorbei. Aber diese Bilder haben eine Botschaft und es interessierte mich, sie herauszufinden. Genau das ist auch der Grund, wieso ich länger als 30 Minuten in Santa Croce hätte bleiben können. Aber als krönenden Abschluss dieser Florenztour habe ich tatsächlich am Grab von Galileo Galilei und Michelangelo gestanden. Dabei war ich sehr ergriffen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich tatsächlich bei den Gebeinen von zwei Menschen stand, die durch ihre Ideen und Kreativität seit vielen Hundert Jahren so berühmt sind, dass man immer noch von ihnen spricht und ihre Werke und Ideen bewundert.

(Michelangelo)

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(Galileo Galiläi)

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Jetzt musste ich mich aber doch beeilen, so hatte ich über all die Bewunderung doch die Zeit vergessen. Aber wie komme ich hier wieder raus?! Der Eingang war nicht der Ausgang. Panik machte sich breit. Ich musste doch jetzt nicht noch durch irgendwelche Gärten gehen und Museen durchrasen, bis dass ich am Ausgang bin?……Ah ne, da war ja schon der Ausgang. Gerettet! Jetzt musste ich nur noch den Arno finden und da stand ich dann auch noch ein kleines Weilchen, welches mir noch in Florenz zur Verfügung stand, und genoss einen letzten Blick über den Arno hinweg in die Toskana!

Was noch folgt:
6.Tag: Montecatini Altro freie Verfügung
7.Tag: über Pisa (I) nach Matrei am Brenner (A)
8.Tag: Rückfahrt nach Herne

7 Kommentare

  1. hallo sandra,
    wieder ein gelungener bericht :) florenz hat mir persönlich auch gut gefallen. unsere reiseleitung hieß übrigens donatella ;).
    wenn du magst, kannst du bilder von mir nehmen. habe natürlich welche von der wunderschönen aussicht über florenz gemacht *schwärm*

    bin mal auf tag 6 gespannt. dort waren wir ja bekanntlicher weise am ‘petersdom in mailand ;)’.

    lg anne

  2. Dankeschön. Die Fotos werde ich dann in die Galerie einbauen!

    Jaja, Ihr macht alles möglich. Sogar die Versetzung vom Petersdom nach Mailand *ggg*

    Leider habe ich von Montecatini Altro keine Fotos. Aber vielleicht kann ich im Fotofachgeschäft noch was retten (lassen).

    LG
    Sandra

  3. hey sandra der bericht is wieder mal einzigartig geschrieben großes lob
    Das du mich in den Bericht gemacht hast is auch gut aber trotzdem bleib ich bayern fan und das auf ewig schalke find ich auch gut Dortmund hat nur mit glück gewonenn dafür ist bayern meister

  4. Dann werde ich das mal als “Gentleman-agreement” abhaken ;-)

    Heute wird natürlich auch wieder Schalke geguckt. Gut, dass der Fußball endlich wieder losgeht!!!!!!

  5. Cool das schalke gewonnen. Warst du im stadion??

  6. Das gefällt mir: Ein Bayern-Fan, der Schalkegönner ist! *ggg*. Das Spiel war schon echt ordentlich aber bin trotzdem in den letzten 10 Min. eingeschlafen.

    War einfach total im Eimer und habe eine Karte, die mir angeboten wurde, abgelehnt. Schade! Aber ich hoffe, in der echten CL dann mal dabei sein zu dürfen.

    Hab übrigens meinen nächsten Grafs-Urlaub gerade gebucht: Mecklenburger Seenplatte Rostock, Schwerin, Warnemünde, Wismar.

  7. Ja Schalke is halt genauso gut.=) Cool wann fährste denn??


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Der Beitrag wurde am 9. August 2008 um 16:19 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Leben - Reisen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.