Toskana: Montecatini, Pisa und die Rückfahrt

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Was bisher geschah:

1.Tag: Abfahrt nach Feldkirch (Tirol-Österreich)
2.Tag: Ankunft in Montecatini

3. Tag: Volterra und Siena
4. Tag: Elba

5.Tag: Florenz


6.Tag: Montecatini Alto

Dieser Tag stand uns zur freien Verfügung. Wir konnten also machen, was wir wollten. Einige hatten die Idee mit dem Zug zum Meer zu fahren, andere strebten einen Besuch in Rom an.

Nina und ich hatten uns Montecatini Alto ausgesucht. Endlich hatten wir auch mal die Zeit, einen Supermarkt aufzusuchen. Nicht wissend, wie die Wasserversorgung an diesem Tag sein wird, und wir lernen ja gerne dazu, deckten wir uns im Vorfeld mit genug Wasser ein. Während ich nach stillem Wasser suchte, ich mag kein aqua minerale con gas, tollpatschte jemand zu meinen Füßen rum. Ständig fiel ihm eine Plastikflasche aus der Hand, die er kaum zu greifen bekam. Als dieser Wuseler sich dann mir gegenüber aufrichtete, sofern man das bei seiner kleinen Größe sagen konnte. Gab es ein herzliches „buon giorno“. Es war dieser nette ältere Herr, mit dem es durch sprachliche Barrieren kaum möglich war, sich zu unterhalten. Aber dennoch war unser Aufeinandertreffen immer sehr höflich und herzlich. Einfach toll, dass man nicht immer Worte braucht um sich zu verstehen!

Meinen Film der letzten Einwegkamera habe ich komplett in Florenz verknipst. Also galt es, sich eine Neue zu beschaffen. Wir kamen am Touristenzentrum vorbei und eine sehr freundliche Dame fragte, ob sie mir helfen könne. Ich fragte sie, ob sie „one-way-cameras“ haben. Nun, da ich dieses Verbrauchsobjekt noch nie in Englisch bestellen musste, war mir der Begriff nicht so geläufig. Natürlich hat mich die Dame nicht verstanden und ich wurde schon ungeduldig. Panik machte sich in mir breit, weil ich befürchtete, dass ich in den nächsten zwei Tagen fotolos sein werde. Nun weiß ich, dass eine Einwegkamera im Englischen „single use camera“ heißt. Das ist auch logisch. Kann man sich ja für´s nächste mal merken, wenn der Fotoapparat wieder streikt. Ich bekam dieses Teil und war happy. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass ich diesen Film weder auf Fotopapier noch auf CD von dm zurückbekommen würde. Lediglich die Negative liegen mir vor. Es ist darauf sogar Einiges zu erkennen. Es erschließt sich mir nicht ganz, wieso ich diese Fotos nicht bekommen habe. Folglich werde ich zu einem Fotofachgeschäft gehen, und mich mal beraten lassen, ob ich diese Bilder nicht doch digitalisieren lassen kann. Mir war in diesem Urlaub einfach das Fotografieren nicht gegönnt!

Aus diesem Grund gestaltet sich dieser Text eher sehr prosa- denn bildlastig.

Oberhalb der Kurstadt Montecatini Therme liegt auf dem Berg das alte Zentrum. Es ist möglich, diesen Teil zu Fuß zu erklimmen aber viel interessanter ist die Standseilbahn. Ich habe keine Ahnung, wie alt sie ist aber sie scheint sehr alt zu sein. Während die eine Gondel auf den Berg gezogen wird, gleitet die Andere hinunter ins Tal. Auf halber Strecke kreuzen sie sich, eine Gondel weicht aus, damit die andere weiterfahren kann. Es gibt nur eine Spur. Das ganze ist ein interessantes Unterfangen und es ist schon sehr abenteuerlich, wenn man steil den Berg hinaufgezogen wird und in das Tal schaut. Man darf nicht wirklich einen Gedanken daran verschwenden was passieren könnte, wenn das Seil reißt.

Nina und ich haben zunächst die Seilbahn nicht gefunden und uns durchgefragt. Die „Funicolare“, wie sie genannt wurde, war nicht besonders gut ausgeschildert. Ein netter Herr konnte zwar auch kein Englisch oder Deutsch aber sprach etwas von „red-yellow-green“ und malte dabei einen Bogen in die Landschaft, der uns zeigen sollten, welchen Weg wir einschlagen müssen. Nina und ich haben überlegt, was er mit diesen drei Farben wohl meinen würde. Wir hielten nach etwas rot-gelb-grünem Ausschau, bis dass wir dieses Zeichen eindeutig vor unserer Nase hatten. Ich klatschte mir vor die Stirn und sagte: „Boah wie blöd! Er meinte eine Ampel!“ Und genau da mussten wir die Richtung ändern und gelangten geradewegs zu dieser Seilbahn.

Nun sahen wir diese nur noch von hinten, weil wir sie um wenige Sekunden verpassten. Aber das machte nichts, denn die nächste würde in einer halben Stunde kommen und nebenan war ein kleines Café. Wir wollten uns gerade draußen hinsetzen, als die Bedienung uns etwas unfreundlich hinaus komplementierte. Sie hätten geschlossen. Na da werden sie einen guten Umsatz machen, wenn um 11:30 Uhr die wartenden Gäste nicht mal einen kleinen Kaffee trinken können. Sollte uns egal sein, so hatten wir wieder Geld gespart.

Pünktlich kam die Bahn und binnen 10 Minuten waren wir dann auch schon in Montecatini Alto. Schade, dass die Fotos nichts geworden sind, denn es ist wirklich ein süßes, verschlafenes altes Örtchen. Lustig war nur, dass wir nahezu alle, die dort herumliefen, kannten. Mir schein, der ganze Bus ist dort angekommen. Wir ließen uns erzählen, dass in der Kirche ein interessanter Film gezeigt werden würde, den wir uns unbedingt ansehen sollten. Es stellte sich jedoch heraus, dass dieser Film eine Art Krippenspiel war. Puppen bewegten sich und mit einer kunstvollen Beleuchtung wurde uns eine Geschichte vorgespielt. Im Hintergrund lief eine schöne Orchestermusik. Wer mal da ist, sollte sich das Spiel mal ansehen. Ist schon etwas Besonderes.

Nina und ich bekamen allmählich Hunger. Am Dorfplatz reihte sich eine Taverne an die Andere. Wir hatten uns im Vorfeld schon eine ausgesucht, weil sie Speisen anboten, auf die wir gerade richtig Appetit hatten. Also bestellten wir brav unsere Getränke. In Erwartung eines längeren Aufenthalts, weil ein Menü in Aussicht, bestellte ich mir ein großes, kühles Bier. Die Getränke kamen und ich fragte nach der Karte. Da entschuldigte sich dieser junge Mann und meinte, dass die Küche soeben schließen würde. Da saßen wir nun mit unseren Getränken und konnten die Taverne nicht so schnell verlasen. Um uns herum wurden noch die letzten Bestellungen ausgeliefert und auch in den anderen Tavernen wurden die Gäste verköstigt. Und wir zwei saßen da mit knurrendem Magen und durften nur zuschauen.

Jetzt bin ich nicht nur ein sehr langsamer Esser, nein auch ein langsamer Trinker. Für den Humpen Bier brauchte ich dann doch noch eine Weile. Stehen lassen, wollte ich ihn auch nicht, da er mich 5,50 Euro gekostet hat.

Nina und ich gingen dann später noch zu einer anderen Taverne und ich wollte eine Lasagne mit Meeresfrüchten bestellen. Leider gab es keine Fisch-Sachen mehr. Ich seufzte, es war wohl kulinarisch gesehen nicht mein Tag. Also bestellte ich eine Pizza, was jetzt nicht so mein Leibgericht ist. Als sie dann kam, sah sie auch nicht wie „quattro stazione“ aus, die ich mir bestellt hatte. Aber es war mir egal, ich hatte Kohldampf! Der Schinken schmeckte köstlich und es war eine wirklich gute, echt italienische Pizza! Als dann die Bedienung zu mir kam und eine Pizza „quattro stazione“ in der Hand hielt, schaute ich nur noch kauend zu ihr auf und zuckte mit den Schultern. Mir war jetzt alles egal: Zuerst bekam man gar nix zu essen, dann hatten sie keine Lasagne mehr und wenn sie die Pizza jetzt vertauscht haben, war das wirklich nicht mehr mein Problem. Aber die Dame, dessen Pizza sich nun nach und nach in meinem Magen zerkleinerte, war nicht pingelig und nahm dann meine Bestellung! Ich war satt, die Pizza schmeckte und wir konnten den Heimweg antreten.

Tja viel haben wir von Montacatini Alto dann nicht gesehen, in Anbetracht unseres Verköstigungsmarathons. Aber schön war es doch!

Als wir ins Hotel zurückkehrten, wurde ich schon mit einem strahlenden Grinsen und Winken begrüßt. Ich zeigte auf mich und drehte mich in alle Richtungen um, ob nicht doch jemand Anderes gemeint sein könnte. Der junge Mann rief nur „Sandra“ und winkte weiter. Da dämmerte es mir! Es war der „Kofferträger“ vom ersten Bericht. Auch er war keiner anderen Sprache als dem Italienischen mächtig. Also musste der Kollege an der Rezeption wieder ein mal übersetzen. Ich fragte ihn, woher er denn meinen Namen wüsste. Er meinte, dass er ihn von meinem Kofferetikett gelesen hätte. Der Schlawiner! Nach Rückfrage erfuhr ich, dass er Stefano hieß.

Selbst als ich mit meiner „Tischfamilie“ nach dem Abendessen noch in den Hotelgarten ging um mit ihnen noch den letzten schönen Abend in Italien zu genießen, kam er immer an „Sandra hier, Sandra da“. Manno, das war mir fast peinlich. Aber egal, ich machte noch ein wenig Quatsch mit ihm und er war ja auch ganz nett!

Sehr zu meiner Freude hat sich unser Borusse Benjamin als Linker entpuppt. Mit seinen 19 Jahren verfügt er wirklich über ein enormes Wissen und wir fingen dann auch schleunigst an uns in den Tiefen einer politischen Diskussion wieder zu finden. Anfangs waren unsere Tischgefährten noch interessiert und brachten diese Parolen von den schmarotzierenden Hartz IV-Empfängern. Argumentativ dagegen haltend und nicht deren Meinung treffend, leerte sich der Tisch dann ganz plötzlich. Das ist halt die Erfahrung, die ich immer und immer wieder mache: Sobald man die Bildzeitungs -und INSM-Meinungsmachemaschinerie argumentativ entkräftet, interessiert sich kaum jemand dafür. Kritisches und an Fakten orientiertes Denken ist halt nicht so schön einfach. Sorry, aber diese Kritik muss sein!

Benny und ich saßen aber noch bis Mitternacht draußen und diskutierten und quatschten. Es war einfach super! Toller Mensch, aus dem kann ja noch was werden. Vielleicht auch mal ein Schalker?!?!?!

7.Tag:über Pisa (I) nach Matrei am Brenner (A)

Der Tag des Abschiedes von Italien war gekommen. Gleich nach dem Frühstück ging es dann auch schon los. Schweren Herzens verließ ich das Hotel, in dem ich doch ein paar schöne Tage in einer familiären Atmosphäre verbracht habe.

Ein Ziel hatten wir ja noch vor uns: Pisa. Ich freute mich schon sehr auf diesen berühmten schiefen Turm. Kaum dass wir in Pisa ankamen wurden wir schon von Menschen belagert, die mit Bauchläden ihre Ware feilboten. Was mich sehr ärgerte war, dass sie auf ein „no“ nicht reagierten. Und wenn ich einmal „nein“ sage, meine ich es auch so! Es macht mich wirklich höchst aggressiv, wenn man das nicht akzeptieren kann. Ich glaube mein noch bestimmenderes „no“ verbunden mit einem megabösen Blick hatte dann doch gewirkt.

Am Busparkplatz wurde uns ein Shuttelbus, wie am Flughafen, zur Verfügung gestellt. Wobei man eigentlich superschnell hätte zum Piazza dei Miracoli hätte laufen können. Nein, dieser Platz hat nichts mit der bekannten Spaghettisorte zu tun sondern heißt übersetzt „Platz der Wunder“. Und ein Wunder ist es tatsächlich, wenn man direkt vor dem schiefen Turm steht und das erste mal die Neigung in echt, Farbe und bunt sieht. Herrschaftszeiten, das kommt auf keinem Foto so rüber. Man befürchtet wirklich, der Turm würde sich unmittelbar dem Boden zuwenden. In Anbetracht meiner Glückssträhne mit Dingen, die in diesem Urlaub nicht ganz bleiben wollen, unterließ ich es ganz großmütig, diesen Turm zu besteigen. Hätte ich das getan, wäre genau das passiert, was Wissenschaftler viele, viele Jahre befürchtet haben: Der Turm wäre zusammengebrochen.

Diese Risiko konnte ich nicht eingehen, also begnügte ich mich mit der Besichtigung des Doms. Für die Besichtigung aller Bauwerke hat die Stadt Pisa eine Touristenzentrale im Museum eingerichtet, in der man Tickets für alle Besichtigungen erwerben kann. So kostet die Besichtigung des Turmes (Campanile) 15,– Euro, die Besichtigung des Doms 2,– Euro.

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Wie auch schon in meinem Siena- oder auch Florenz-Bericht erwähnt, steht gegenüber des Doms das Baptisterium, das Taufbecken. Leider war auch in Pisa der Aufenthalt wieder viel zu kurz, so dass ich eigentlich nichts wirklich Spektakuläres zu berichten hätte. Ich griff an einem der Stände noch einen Kalender für das Jahr 2009 ab, der mich nun in meinem Büro an diesen wunderschönen Urlaub erinnert.

Am Bus angekommen, stand auch schon unser Grillmeister Ruuudi und servierte uns gegrillte Bratwürstchen mit Toast, Ketchup und Senf. Also Grafs Reisen lässt sich wirklich was einfallen, wenn es um die Verpflegung der Mitreisenden geht. Es hatte schon einen gewissen Scharm, auf dem Parkplatz in Pisa begrillt zu werden….wenn nicht ständig bauchladentragende Menschen uns auf die Wurst gucken würden.

Als wir alle satt waren steuerten wir unseren Weg Richtung Matrei am Brenner an. Wer mich kennt weiß genau, was ich mit einem vollen Magen und einem laufenden Busmotor anfange….richtig: Ich schlafe ein! Ich warf also noch mal einen Blick auf diese wunderschöne toskanische Landschaft und verschwand in meine Träume.

Gegen 20 Uhr erreichten wir dann Matrei und es waren recht kühle 15° C. Wir kamen in einen gemütlichen kleinen Gasthof unter. Als ich meinen Schlüssel in Empfang nahm wurde ich gefragt, ob ich denn meinen Koffer auf´s Zimmer gebracht haben möchte, denn sie würden über keinen Aufzug verfügen. Ich war schnell überredet, diese Angebot anzunehmen und hielt nach einem kräftigen Mann Ausschau. Es stellte sich jedoch heraus, dass die sehr freundliche Dame selbst dieses Tragemanöver übernehmen würde. Ich wehrte mich erfolglos dagegen, mein Gepäck doch nun selbst in mein Zimmer tragen zu wollen. Hatte ich ein schlechtes Gewissen!!!!!

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Im Gegensatz zu unserem Zwischenaufenthalt in Feldkirch, stand uns in Matrei noch weniger Zeit zur Verfügung. Wir genossen noch den letzten gemeinsamen Abend und gingen dann auch recht früh auf unsere Zimmer.


8.Tag: Rückfahrt nach Herne

Viel gibt es über diesen Tag nicht zu berichten. Keine Hose die mir gerissen ist, keine Kamera, die ihren Geist aufgab, keine Schuhe, die mir kaputt gegangen sind, kein Rucksack, der mir gerissen ist. Kunststück: Das war ja auch schon alles im Eimer! Die Fahrt war ganz entspannt und wir kamen gegen 20:15 Uhr in Herne an.

Ich flachste noch mit den anderen rum, dass ich ja wohl als erste von allen zu Hause wäre. Schließlich wohne ich am wenigsten weit weg. Aber ich sollte mich irren! Nach und nach verabschiedete ich mich von allen, mein Bus war noch nicht da. Da ich die Einzige war, welche den Transferbus nach Gelsenkirchen benötigte, wurde ich langsam unsicher. Also sprach ich den Busverwaltungsadmiral an. Er machte schon bei meiner Londonfahrt einen so sympathischen Eindruck dass ich hoffte, nicht in die Situation zu kommen, ihn ansprechen zu müssen.

Jetzt kam ich nicht drum rum. Ich fragte ihn nach meinem Bus. Eine halbe Stunde ist bereits vergangen und meine Urlaubsfamilie war schon weg. Mit einem sehr freundlichen Ton, der einem das Gefühl gab, sich in einer Kaserne zu befinden, wurde mir mitgeteilt: „Der Bus kommt gleich“. Aha, ok. Aber was ist denn da los, dass alle schon weg sind aber wir noch nicht? Ein Geflüstere und Getuschel unter den Graf-Angestellten aber keine Information. Da hat man bei der Bahn einen besseren Informationsfluss.

Nach etwa 1,5 Stunden kam dann auch ein Bus, der mich nach Gelsenkirchen bringen sollte. Dachte ich. Ich stieg ein, sicherte mir einen Platz und haderte der Dinge, die da kommen werden. In der Zwischenzeit kam aber schon die nächste Fuhre busreisender Touristen an, die auch einen Transferbus in Anspruch nehmen wollten. Es wurde eng!

Da ich ja nun nicht wirklich von Schüchternheit geprägt bin und es mir zu langweilig wurde, quatschte ich einen Typen an, der scheinbar auch alleine unterwegs war. Wir nahmen die ganze Angelegenheit mittlerweile ganz locker, immerhin konnten wir ja jetzt nichts daran ändern.

Als uns gesagt wurde, dass wir den Bus wechseln sollten, war mir das auch schon egal. Dieser Typ war auch noch so freundlich, meinen Koffer in den anderen Bus zu bringen. Es gibt halt noch anständige und hilfsbereite Menschen.

So saßen wir dann in dem anderen größeren Bus und fuhren noch immer nicht los. Ich äußerte den Wunsch, jetzt doch ein Bier haben zu wollen. Immerhin war ich nun fast 2 Stunden in Herne und hatte lange nichts mehr getrunken. Nicht nur dass er mir den Koffer getragen hatte, nein, dieser Typ zauberte auch gleich zwei Pullen Bier aus seinem Rucksack und wir nahmen auf diese Art und Weise noch unser Abendbrot ein.

Nach typisch deutscher Meckerlaune fing gleich eine hysterischen Dame an zu kreischen, nur weil ein älterer Herr, der mir gegenüber saß, einen coolen, zynischen und eben auch lustigen Spruch abgab. Die Olle machte meine ganze Entspannungs-Biertrink-Atmosphäre kaputt und ich bat sie doch, ein wenig lockerer zu werden.

Kurz vor dem Herzkasper stehend, fauchte dieser Drachen noch weiter Feuer und wir konnten sie alle nicht mehr ernst nehmen. Zum Glück wurde sie dann doch noch einem anderen Bus zugewiesen. Wo der hinfuhr……wer will es wissen?

Dieser nette Typ wollte eigentlich nach Buer, stieg aber mit mir am Musiktheater aus und sorgte noch dafür, dass ich auch ein Taxi bekam, half mir wieder mit dem Koffer und ging dann noch in die Innenstadt ein Bierchen trinken.

So sind se, die Gelsenkirchener! Meist eben sehr freundlich und hilfsbereit! Es war also auch schön wieder Daheim zu sein!

An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich meine Busfamilie grüßen, zu der ich auch jetzt noch teilweise Kontakt halte.

Nina, ich habe selten so einen warmherzigen Menschen, wie Dich kennen gelernt. Wir müssen uns unbedingt in der nächsten Zeit treffen. So muss ich doch Dein Café endlich besuchen!

Anne und Melanie, ich freue mich schon, wenn wir uns bei unserem Nachtreffen wieder sehen. Aber bitte verpeilt Euch nicht wieder und kommt in einer anderen Stadt an, als geplant. Zur Erläuterung: Diese beiden Damen nutzten den freien Tag in der Toskana, um nach Rom fahren zu wollen. Leider fuhr der Zug sie aber nach Mailand. Das war schon einen Lacher wert! Und danke für die Fotos!

Benjamin, Du Borusse, jetzt melde Dich endlich mal, damit Du auch im Team unseres Nachtreffens dabei bist.

Patrizia und Daniel, ihr seid echt ein nettes Team. Patrizia kann sehr gut zuhören und aufmuntern und Daniel ist eh eine Frohnatur und recht witzig. Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle für die Fotos!

Und dann noch die „andere“ Bocholter Familie, die wie ich weiß, meinen Blog auch liest. Leslie und ich saßen eine Woche am Tisch nebeneinander und habe nur ganz wenig miteinander geredet. Aber jetzt mailen wir uns regelmäßig. Und ich freue mich auch, diese tolle Familie, die genauso begeisterungsfähig ist wie ich, bald wieder sehen zu dürfen!

Danke für Grafs Reisen, die diesen Urlaub erst möglich gemacht haben. Mein nächster Urlaub ist bei ihnen auch schon gebucht. Dann geht es zur Mecklenburger Seenplatte. Sprachprobleme wird es dann wohl nicht geben.

Last but noch least einen Gruß an Fuchs, der mir gestern mitteilte, dass er meine Urlaubsberichte gelesen hat.

Fotogalerie folgt

ENDE

6 Kommentare

  1. hey sandra dein letzter teil des Berichtes is einfach wieder Perfekt geschrieben
    Hdgggdl deine leslie

  2. Tja, die Urlaubsberichte sind jetzt ausgeschöpft. Die Saison hat wieder angefangen und jetzt geht es politisch und kulturell wieder weiter.

    Hab gerade wieder viel um die Ohren. Daher wird meine E-Mailfrequenz jetzt leider etwas sinken. Aber an unserem Treffen bleib ich dran!

    Liebe Grüße
    Sandra

  3. Hallo liebe Sandra!

    Schade das der Reisebericht nun zuende ist.
    Sehr schöne Umschreibung obwohl nichs ausergewöhliches passiert ist
    haben sie einen kleinen Bestseller daraus gemacht.
    Herzlcihen Glückwunsch und dankeschön für dieseschönen
    Erinnerungen
    Nun zu ihrem zitat sollten sich Freundschaften bilden ist es schön.
    Sollten sich keine daraus entwickeln währ es sehr schade.
    Gute vorrausetzungen hat doch Herr zufall uns geschaffen.

    Liebe Grüße ihre
    Familie Reichelt
    Bis bald

  4. Vielleicht finden wir ja noch mal ´ne Reise zusammen. Vielleicht ist Gelsenkirchen auch mal eine Reise wert. Hier gibt es viel: Schalke, Zoom, Festivals, Cafés, Pub, und mich :-)

    Würde mich freuen, mit Euch in Kontakt zu bleiben!

    Liebe Grüße
    Sandra

  5. hallo sandra,

    ich finde es auch schade, dass der reisebericht zu ende ist :(. dies ist doch aber auch ein ‘anstoß’, um unser nachtreffen mal in festerer planung zu bringen :)

    @ leslie und alle anderen blog-leser

    würde mich freuen, wenn ihr euch mal bei mir meldet :)

  6. Hey Sandra!

    gerne kommen wir mal nach Gelsenkirchen, um alle schönen sachen in Gelsenkirchen mal anzugucken. Währe schön wenn wir mal zusammen
    ein Sonntags treffen ausmachen könnten.
    Vielleicht auch mal Samstags abends irgendwo einzukehren wo es schöne Musik oder sonstiges Vergnügen gibt.
    Habt ihr auch einen englishen Pub.
    oder wo is der nächst gelegene denn sie uns mal zeigen könnten.
    Vielleicht wissen sie ja auch noch ein besseren Ort wo wir dann am Sonntag
    mal gemeinsam mit dem Auto natürlich hinfahren könnten.
    Würden uns freuen auf ein Gesundes wiedersehen biss dahin liebe Grüße ihre Bocholter Anhänger.


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Der Beitrag wurde am 17. August 2008 um 18:11 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Leben - Reisen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.