Bedingungsloses Grundeinkommen: Oft gestellte Fragen

4. März 2008 um 22:01 Uhr

Der fünfte und letzte Teil meines Grundkonzeptes über das Bedingungslosen Grundeinkommens befasst sich mit den oft gestellten Fragen.

Vorangegangene Texte:

1. Geschichte des BGEs
2. Einführung ins BGE
3. BGE und Arbeit
4. Finanzierungsmöglichkeiten

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Bild von bettybraun

8. Oft gestellte Fragen

8.1. Bekommen Top-Manager, Millionäre und andere Besserverdienende auch das BGE?

Ja, auch die Manager erhalten das BGE. Der Grundsatz ist, dass jeder Mensch ohne Bedarfsprüfung den festgesetzten Satz erhält. Aber in Zeiten eines eingeführten BGEs wäre die Finanzierung von Managern mit zusätzlich etwa 950,-€ pro Monat vertretbar, wenn sie ihre Steuern auch wieder in Deutschland bezahlen werden. In Anbetracht dessen, dass eine allgemeine Verbesserung der Gesellschafts- und Binnenmarktstruktur geschaffen wird, kann dieses „Opfer“ gerne erbracht werden.

Es sollte bedacht werden, dass im Gegenzug zu dem „Zusatzeinkommen“ der Manager es keine finanziell bedingte Obdachlosigkeit und Armut mehr geben wird.

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Bedingungsloses Grundeinkommen und Finanzierungsmöglichkeiten, Teil III

2. Dezember 2007 um 18:25 Uhr

Vorherige Artikel:

1. Die Geschichte des BGE
2. Einführung in das BGE, Teil I
3. BGE und Arbeit, Teil II

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Quelle

Fortsetzung

7. Finanzierung des BGE

7.1. Grundrechnung

Bisher wurde bewusst kein Betrag genannt, dem das BGE Zugrunde liegt. Mir war es wichtig, dass der Leser sich diesem Thema generell öffnet und feststellt, dass das BGE ein Lösungsansatz für eine gesicherte Existenz unserer Gesellschaft ist. Ist die Bereitschaft da, dieses Konzept zu realisieren, werden sich auch Wege der Umsetzung und Finanzierung finden.

Nehmen wir als Grundlage den Schwellenbetrag, welcher aus der Armut herausführt. Das sind, wie in Absatz 6 erwähnt 938,–€ pro Kopf und Monat. Runden wir den Betrag auf 950,–€ auf, dann ergibt sich folgende Rechnung:

950,–€ x 82 Mio. BürgerInnen = 77,9 Mrd.€ pro Monat (=935 Mrd.€ pro Jahr)

Dies ist ein Beispielbetrag und soll nur vermitteln, wie eine Finanzierung aussehen könnte.

7.2. Sozialausgaben

Die Sozialausgaben in der BRD betragen im Jahr etwa 735 Mrd. €

Diese würden in das BGE umgewandelt werden. Denn in diesem Betrag sind auch Ausgaben von bürokratische Kosten, welche reduziert bzw. eingespart werden könnten, enthalten. Es würde keine Verwaltung mehr bei der Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe, BaföG, ARGE, Kindergeld, etc. geben. Nur ein einziger Verwaltungsapparat wäre notwendig. Die Verwaltung für das Bedingungslose Grundeinkommen.

Der Vorteil ist, dass die Gesetzmäßigkeiten vereinfacht sind und klare Linien vorgegeben werden. Bei der derzeitigen ARGE-Situation fehlt vielen Sachbearbeitern eine klare Vorgabe. Viel zu oft liegt das Schicksal eines Menschen in deren eigenem Ermessen. Einige Mitarbeiter der ARGE sind auch psychisch damit überfordert und fällen in manchen Situationen eine harte Entscheidung, die bei einer transparenten Verwaltung nicht gefallen wäre.

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Bedingungsloses Grundeinkommen und Arbeit, Teil II

4. November 2007 um 18:06 Uhr

Vorabberichte:

Die Geschichte des Bedingungslosen Grundeinkommens
Einführung in das Bedingungslose Gundeinkommen, Teil I

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5. Der Begriff „Arbeit“ muss neu definiert werden

Wenn wir uns genauer mit dem Begriff „Arbeit“ befassen stellen wir schnell fest, dass nur die abhängig beschäftigte Arbeit damit assoziiert wird. Arbeit ist nur dann etwas wert, wenn sie bezahlt wird. Ist es wirklich so? Was ist mit der ehrenamtlichen Arbeit? Die Kindererziehung? Die Haushaltsführung? Diese Arbeit ist nicht minder wert und findet alltäglich in unserer Gesellschaft statt.

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Einführung in das „Bedingungslose Grundeinkommen“ (BGE), Teil I

21. Oktober 2007 um 17:39 Uhr

Wie ich bereits in meinem Bericht über die Geschichte des BGE angemerkt habe, ist dies kein Thema der Neuzeit sondern hat bereits Politiker, Philosophen und Humanisten in den vergangenen Jahrhunderten beschäftigt.

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Wird das Thema diskutiert, sei es am Stammtisch, in Parteien, in Foren oder unter Freunden, stellt sich heraus, dass dieses viele Fragen aufwirft. Zumeist liegt es daran, dass der Grundgedanke des Konzeptes erst verstanden werden muss, um weiterführende Diskussionen zu gestalten. Mit diesem Text möchte ich einen Einstieg in eine andere politische Gestaltung der sozial gerechten Gesellschaft diskutieren. Viele Denkprozesse werden an traditionelle Strukturen angeschlossen. So wird das BGE oftmals mit dem Kombilohn verglichen. Aber Vergleiche können mit dem BGE nicht geschaffen werden, da dies ein anders Grundprinzip und ein neuer Aufbau der existenzgesicherten Gesellschaft ist.

Der erste Teil befasst sich zunächst mit der Ist-Situation.

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Die Geschichte des Bedingungslosen Grundeinkommens

6. Oktober 2007 um 14:30 Uhr

Wer denkt, dass das Bedingungslose Grundeinkommen (im Folgenden BGE genannt) eine neue Idee ist, der irrt sich. Auch ich war bei meinen Recherchen erstaunt, dass bereits Thomas More im 15. Jh dieses Thema aufgriff. Thomas More (1478-1535) war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor. Er schrieb den Roman Utopia, der eine ideale Gesellschaft darstellen soll.

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Gold (Geld) ist bei den Utopiern nicht vorgesehen, dafür aber sollen Überproduktionen angehäuft werden, um Handel zu betreiben. Die Utopier selbst schätzen Gold nicht. Thomas More schlug in diesem Buch vor, allen Menschen eine Art Lebensunterhalt zu zahlen, um Diebstahl vorzubeugen.

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