Gestern verstarb Robert Enke, Torwart von Hannover 96 und der Nationalmannschaft. Ich möchte Robert Enke auf diesem Weg meinen Respekt zollen, bin völlig fassungslos. Mein Beileid gilt seiner Familie und Freunden.
So ist es gerade “meine” Mannschaft Schalke 04, welche das nächste Bundesligaspiel gegen Hannover 96 am 21. November bestreiten wird. Mit einem bedrückenden Gefühl werden ich das Spiel verfolgen. Es wird nicht dieses leidenschaftliche Mitfiebern sein, welches ich bei einem gesunden Konkurrenzkampf während der Schalkespiele aufbringe.
Die Nachricht vom Tod Robert Enkes erwischte mich gestern eiskalt, als ich nach einem schönen Abend mit meine Freundin nach Hause kam. Natürlich frage ich mich, wieso ein für mich fremder Mensch, diese Traurigkeit in mir auslösen kann. Ich weiß nicht viel über ihn. Und so soll es auch bleiben. Gerne würde ich die Medien anhalten, sein Leben nun nicht an die Öffentlichkeit zu zerren. Dass er bereits eine Tochter verloren hat, wurde auch nicht an die große Glocke gehängt. Nicht umsonst hat Robert Enke sein Privatleben aus der Öffentlichkeit rausgehalten und ich hoffe, die Medien halten sich daran.
Für mich persönlich war Robert Enke ein klasse Keeper, den ich in der Saison 2008 noch in der Schalke-Arena gesehen habe. Glücklicherweise hatte ich meinen Fotoapparat dabei und schoss noch ein Paar Bilder. Dass diese Bilder mal so besonders werden würden, hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht.
Seine Selbsttötung sollte in uns allen Nachdenklichkeit auslösen. Robert Enke steht für viele in unserer Gesellschaft, die nicht mit ihrer Verzweiflung an die Öffentlichkeit gelangen und dennoch ist sie da, die Krankheit Depression. Verursacht durch verschiedene Auslöser aber unterstützt durch Oberflächlichkeit, Ignoranz und Druck. Oftmals bleibt nur der Weg in den Tod, um Ängste bewältigen zu können.
Mir wird Robert Enke in der Bundesliga fehlen. Farewell Robert!
Zeitnah zu meinem Bericht “Die neue Rechte im Fußball” engagierten sich beim letzten Bundesligaspiel in Bochum (12. Spieltag) Werder Fans und und zeigten Zivilcourage gegen Nazis.
Als sechs Mitglieder der Organisation “Nordsturm Hansestadt Bremen” (NS-HB) kurz nach Spielende im Stadion zum wiederholten Mal ein Plakat mit ihrem Logo ausrollen wollten, skandierten die Fans der Grün-Weißen “Nazis raus” und provozierten - vereinzelt allerdings auch durch Handgreiflichkeiten - einen Einsatz der Polizei. Auch einige Bochum-Fans schlossen sich der Aktion an und bekundeten lautstark ihre Abneigung gegen Rechtsradikale im Stadion.
Um präziser in das Thema einzusteigen, wurde in dieser Veranstaltung am 27.10.08 in der Flora der Schwerpunkt darauf gelegt, wie Nazis in Stadien und im allgemeinen Umfeld erkannt werden können.
Als Referenten konnten die Veranstalter Jürgen Peters von asp (agentur sozialer perspektiven e.V.) gewinnen.
Zunächst berichtet Jürgen, dass es sowohl die nach innen gerichteten Mitteilungssymbole gibt, welche nur von der Szene wahrgenommen werden und symbolisieren, dass es Sympathisanten gibt. Ferner werden Mitteilungssymbole benutzt, um seinem Umfeld zu zeigen, welcher Gesinnung man angehört.
So ist das Tragen von Kleidung der Marke Lonsdale nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass es sich hierbei um einen Faschisten handelt. Es geht allein um die Kombination, wie z.B. Lonsdale T-Shirt in Verbindung mit einer Reichsflagge. Es bedarf in dieser Angelegenheit an enormen Fingerspitzengefühl und Wissen, um sicher zu erkennen, dass man es mit einem Faschisten zu tun hat. Bereits in unserer vergangenen Veranstaltung berichteten wir über die Autonomen Nationalisten, welche sich von linken Aktivisten optisch kaum noch unterscheiden.
Was für ein Spiel! Frohen Mutes und bei sonnigem Wetter machte ich mich auf zur Schalker Faninitiative. Zwischendurch hieß es noch Flyer für die Gegendemo der Anti-Islam-Konferenz in Köln zu verteilen und dann hinsetzen zum Spiel!
Allmählich bin ich ja hin und her gerissen, ob ich in der Ini oder bei Kenkenberg gucken soll. Sind überall nette Leute da. Schalker eben!
Mein Tipp vorab lag bei 0:3 und es sah ja auch einige Zeit gut danach aus. Der BVB hat nun nicht wirklich Vollgas gegeben, sondern nur das Spiel durch Attacken gestört. Rein spielerisch war das von beiden Seiten keine Glanzleistung. Aber in der zweiten Halbzeit drehte meine Mannschaft auf und zeigte kurzzeitig einen behenden Fußball.
Leider blieb dies nicht von Dauer. Der BVB legte nach und der Schiedsrichter Lutz Wagner tat auch das Seinige, den BVB zu unterstützen.
Um so überraschter bin ich, Selbstkritik im “Der Westen” zu lesen. So heißt es:
Zwei Fehler gestand der Schiedsrichter aber ein: Das Traumtor von Alex Frei zum 2:3 hätte er nicht anerkennen dürfen (”Stimmt, das war vorher Abseits”). Und das vermeintliche Handspiel von Mladen Krstajic vor dem 3:3 “haben die Fernsehbilder nicht hergegeben.” Wagner hatte in der fraglichen Szene eine extrem ungünstige Position. Sein Assistent Tobias Stieler stand viel besser und zeigte auch kein Handspiel an - traute sich aber nicht, seinen Chef zu korrigieren. Wagner ehrlich: “Den Elfmeter habe ich aus eigener Wahrnehmung gegeben.”
Was ist das nur für ein Assistent, der sich nicht traut, seinen Chef zu korrigieren? Welch eine Funktion hat er dann auf dem Platz?!
Dortmund, ihr kommt in dieser Saison auch noch mal in die Arena. Dann gibt es Revanche!
Als ich aus meinem Toskanaurlaub nach Hause kam, fand ich in meinen Mails eine Einladung der Schalker Fan-Initiative zur Geburtstagsfeier des 15-jährigen Bestehen.
Im Juni haben wir vom Bündnis gegen Rechts eine gelungene Veranstaltung zusammen gemeistert, daher freut es mich sehr, auch auf diesem Weg unsere Kooperation fortsetzen zu dürfen.
Es ist einfach zermürbend. Da legen unsere Knappen wieder ein Tempo vor und spielen sich die Seele aus dem Leib und dann reicht es dennoch nur für ein Remis.
Zu Beginn sah ich zwei gleichwertige Mannschaften auf dem Platz. Leverschmusen hatte eine ähnliche offene Strategie, wie Schalke. Dieser Spielansatz bescherte dem Zuschauer eine wahre Freude. Spannung von der ersten Minute an.
Mannomann, das war schon ein richtiges Arbeitsspiel. Als ich die Aufstellung der Wobs sah war mir klar, das wird ein defensives Spiel. Hatten sie wohl Respekt vor uns.
Um so mehr war ich überrascht, dass sie zu Beginn doch recht offen spielten. Und dann der Schock: Ein 1A-Freistoß von Jacek Krzynowek landete im schalker Tor. Kann mir bitte mal jemand den Namen in Lautschrift hier ins Blog eintragen? Selbst für den braucht man schon einen Waffenschein.
War das ein Spiel! Dazu gibt es eigentlich kaum was zu sagen außer, dass die Schalker über 90 Minuten hinweg das Spiel dominierten. Die Dortmunder dagegen hatten arge Probleme.
Dass mein Lieblingsspieler Marcelo Bordon die erste Bude machte, freut mich besonders. Leider hatte ich mich aber mit Sabrina verquatscht und über den bevorstehenden Grillabend noch ein paar Tipps ausgetauscht. Wie konnte das nur passieren!?
Pander ist für mich der “neue” Ingo Anderbrügge. Die Freistoßqualität erinnert mich enorm an die Zeit. Und gestern hat er getroffen. Mit einem ordentlichen Kracher ging der Ball ungehindert ins Tor. Herrlich!
Ein ausgeglichenes und qualitativ gutes Spiel lieferten sich am ersten Spieltag der Meister und der Vizemeister der vergangenen Saison.
Zeitweise ließen sich die Schalker von den Stuttgartern doch in die eigene Hälfte drängen und ich befürchtete, ein Defensivspiel meiner Knappen zu sehen. Aber die Verhältnisse auf dem Platz gewichteten sich ständig neu. Das Ergebnis ging letztendlich völlig in Ordnung.
Leider habe ich nicht verstanden, wieso Mirko Slomka Mesut Özil in der 2. Halbzeit ausgewechselt hat? Für ihn kam der neue Mittelfeldspieler Jermaine Jones. Hätte er mal so schön gespielt, wie sein Name klingt. Na aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Das wurde jetzt aber auch allmählich wieder Zeit. Immerhin habe ich noch keinen Schalkeeintrag in meinem Blog gemacht. Tja, den gibt es ja auch erst seit dem 8. Juni 07. Da war die Saison 2006/2007 schon gelaufen.
Nach der Schlussphase war aber auch erst mal Ruhe angesagt. Die Nerven lagen bei den letzten Spieltagen nun wirklich blank. Aber wischen wir die olle Vergangenheit mal beiseite und schauen nach Vorne.
Und da steht Stuttgart vor der Nase. Mit Freuden nehme ich zur Kenntnis, dass der Schalker Kader morgen nahezu komplett ist. Anpfiff ist um 20:30 Uhr und gespielt wird in Stuttgart.